SALOMOS SPRÜCHE 

 

 

 

gekürzte freie Übertragung

der „Proverbs“ der Bibel

Nach der King James Bibel von 1873

aus dem Englischen von Andreas Cotterell.

III

 

Mein Sohn, vergesse nicht mein Gesetz, sondern laß Dein Herz meine Lehren bewahren. Denn sie sollen dir die Länge der Tage, ein langes Leben und Frieden geben. Lasse nicht zu, daß Gnade und Wahrheit Dich verlassen. Binde sie Dir um den Hals, schreibe sie auf die Tafel Deines Herzens! So findest Du Gunst und gutes Verstehen in der Sicht von Gott und den Menschen.

 

Vertraue in Gott mit all deinem Herz. In all deinen Wegen respektiere ihn, und er soll Deine Pfade leiten. Sei nicht weise nach Deinem Gutdünken: fürchte Gott und verlasse das Böse. Das ist die Gesundheit für Dein Innerstes, das Mark für Deine Knochen. So sollen Deine Scheunen reich gefüllt sein, und aus Deinen Pressen neuer Wein in Strömen fließen.

 

Mein Sohn, verachte nicht die Einsichten Gottes, und werde seiner Korrektur nicht müde. Denn wen Gott liebt, den korrigiert er, so wie der Vater den Sohn, der ihn erfreut.

 

Glücklich ist der Mensch, der Weisheit findet und der, der versteht. Denn der Handel mit Weisheit ist besser als der mit Silber, und der Gewinn ist besser als feines Gold. Weisheit ist wertvoller als Rubine, und all die Dinge, die du dir verlangst sind mit ihr nicht zu vergleichen. Die Länge der Tage ist in ihrer rechten Hand, und in ihrer Linken Reichtum und Ehre. Die Wege der Weisheit sind die Wege der Freude, und all ihre Wege sind Frieden. Sie ist ein Baum des Lebens für die, die sie erreichen können, und glücklich ist jeder, der ihr treu bleibt.

 

Gott hat mit Weisheit die Erde gegründet, und mit Verständnis die Himmel. Durch sein Wissen sind die Tiefen aufgebrochen und die Wolken spenden den Tau. Mein Sohn, lasse sie Dir nicht aus den Augen geraten, halte in Ehren Weisheit und Besonnenheit. Sie sollen in Dir lebendig sein und ein Schmuck für deinen Hals. Dann wirst Du Deinen Weg sicher gehen, und Deine Füße werden nicht stolpern. Wenn du Dich zum Schlaf legst, sollst Du Dich nicht fürchten, ja, Du sollst dich hinlegen und Dein Schlaf soll süß sein. Und fürchte Dich nicht vor plötzlichem Unglück, und nicht vor den Untaten der Sünder, wenn sie kommen. Denn Gott soll Dein Vertrauen sein, und soll Deinen Fuß davor bewahren, gefangen zu werden.

 

 

Halte nicht das Gute vor denen zurück, die es verdienen, wenn es in Deiner Macht steht, es zu geben.

 

Sag nicht zu Deinem Nachbarn, geh und komme morgen wieder, dann werde ich dir was geben, wenn du es gleich geben kannst.

 

Plane nichts Übles gegen Deinen Nachbarn, sondern sorge, daß er sicher neben dir wohnt.

 

Streite nicht ohne Grund mit einem, der dir nichts übles getan hat.

 

Beneide nicht den Unterdrücker, und wähle keinen seiner Wege. Denn das Unrechte ist Gott zuwider, aber sein Geheimnis ist mit den Rechtschaffenen.

 

Der Fluch des Herrn ist in dem Hause der Sünder, aber er segnet die Wohnungen der Gerechten.

 

Er verachtet die Spötter, aber er gibt Würde den Unteren.

Der Weise soll Ruhm ernten, und Schande ist an der Stirn der Narren.

 

IV

 

Höre, mein Sohn, und erhalte meine Sprüche, und die Jahre deines Lebens werden viele sein. Ich habe dich gelehrt in den Wegen der Weisheit, ich habe dich zu den richtigen Pfaden geführt. Wenn du gehst, sollen deine Schritte nicht kurz werden, und wenn du rennst, sollst du nicht stolpern. Halte die Lehren fest in Deiner Hand, laß sie nicht los, behalte sie, denn sie sind dein Leben.

 

Weisheit ist das Erste. Darum, werde weise und mit aller Kraft werde verständig. Ehre die Weisheit, und sie wird dich unterstützen, sie wird dich zu Ehre bringen, wenn du sie umarmst. Sie wird deinem Kopf ein Schmuck sein, eine Krone der Glorie soll sie für dich werden.

 

Betrete nicht den Pfad des Verdorbenen, und gehe nicht den Weg böser Menschen. Vermeide es, gehe nicht in ihre Nähe, wende dich ab und gehe vorbei. Denn sie schlafen nicht, sie richten Unheil an, und ihr Schlaf ist von ihnen genommen. Denn sie essen das Brot des Verderbens und trinken den Wein der Gewalt. Aber der Pfad der Gerechten ist wie die aufgehende Sonne, die mehr und mehr auf den perfekten Tag scheint. Aber der Weg der Verdorbenen ist wie Dunkelheit; sie wissen nicht, worüber sie stolpern.

 

Mein Sohn, höre auf meine Worte, neige dein Ohr meinen Sprüchen. Laß sie nicht aus deinen Augen, behalte sie in der Mitte deines Herzens. Denn sie sind Leben für den, der sie findet, und Gesundheit für alles Fleisch:

 

Bewahre Dein Herz mit aller Sorgfalt,

denn aus ihm kommen alle Dinge des Lebens.

 

Nimm Abstand von einem spottenden Mund,

und verdorbene Lippen laß dir fern sein.

 

Laß deine Augen geradeaus sehen,

und Deine Augenlider genau vor Dich.

 

Bedenke den Weg Deiner Füße,

ziehe Deinen Fuß vom Bösen zurück.

VI

 

Gebe nicht Schlaf Deinen Augen und nicht Schlummer Deinen Augenlidern. Gebe Dich hin, wie ein Tier dem Jäger, wie ein Vogel dem Fallensteller. Gehe zur Ameise, Du Saumseliger; bedenke ihre Wege und sei weise: Denn sie hat weder Führung noch Aufseher oder Herrscher, und sorgt für ihr Fleisch im Sommer und sammelt ihre Vorräte im Herbst. Wie lange willst Du schlafen, Du Faulpelz! Wann wirst Du aufwachen aus Deinem Schlaf? „Nur ein kleiner Schlaf, ein bißchen Schlummer, ein wenig Falten der Hände zum Schlaf!“ So soll Deine Armut kommen wie ein Reisender, und Deine Not als ein bewaffneter Mann.

 

Eine schmutzige Person, ein böser Mann, kommt mit einem lügenden Maul. Er winkt mit seinen Augen, er spricht mit seinen Füßen, er lehrt mit seinen Fingern. Falschheit ist in seinem Herzen, er rät ständig zur Missetat, er sät Zwietracht. Darum soll sein Elend plötzlich kommen: Plötzlich soll er zusammenbrechen ohne Heilmittel.

 

Diese sechs Dinge haßt Gott, ja, sieben sind ihm ein Greuel: Ein stolzes Aussehen, eine lügende Zunge, und Hände die unschuldiges Blut vergießen. Ein Herz, das zu bösen Träumen rät, Füße, die schnell zur Untat laufen. Ein falscher Zeuge, der Lügen spricht, und der, der Zwietracht zwischen Brüdern sät.

 

Mein Sohn, halte Deines Vaters Anweisungen, und breche nicht das Gesetz Deiner Mutter. Halte sie fortwährend in Deinem Herzen, und binde sie Dir um den Hals. Wenn Du gehst, soll es Dich leiten, wenn Du schläfst, soll es dich halten, und im Wachen soll es mit Dir reden. Denn die Anweisungen sind eine Lampe, und das Gesetz ist Licht, und der Tadel der Korrektur gehört zum Weg des Lebens.

 

 

Bewahre Dich vor bösen Frauen, vor der Schmeichelei der Zunge einer fremden Frau. Sehne Dich in Deinem Herzen nicht nach ihrer Schönheit, und laß Sie nicht Dich fangen mit ihren Augenlidern.

Kann ein Mann Feuer in seine Brust nehmen, ohne das seine Kleider verbrennen?

Kann einer auf heißen Kohlen gehen, ohne das seine Füße verbrennen?

So ist der, der zu seines Nachbarn Weib geht: Wer auch immer sie berührt, wird nicht unschuldig sein.

Menschen verachten nicht den Dieb, der stiehlt, wenn er hungrig ist, um seinen Leib zu ernähren. Wenn er entdeckt wird, soll er es siebenfach zurückgeben, alles was er hat -

aber der, der Ehebruch mit einer Frau begeht, dem fehlt es an Verständnis, ihm, der seine eigene Seele zerstört. Eine Wunde und Unehre soll er erhalten, und der Vorwurf soll nicht weggewischt werden. Denn Eifersucht ist die Wut des Mannes; er wird nicht schonen am Tag der Rache. Er wird nicht ein Schmerzensgeld annehmen, und er wird es nicht zufrieden sein, gleich wie viele Geschenke Du ihm gibst.

 

 

 

VIII

 

Ruft nicht die Weisheit und lässt sich Verständnis denn nicht hören? Die Weisheit steht auf den hohen Plätzen, am Weg, am Rande Eurer Pfade. Sie steht an den Toren, am Eingang der Stadt, in den Türen, durch die ihr geht:

 

„Zu Euch, ihr Menschen, rufe ich! Und meine Stimme ist für die Kinder der Menschen, Oh ihr Einfachen! Versteht Weisheit, und ihr Narren! Seid von einem verständigen Herzen! Hört, denn das Öffnen meiner Lippen ist für die richtigen Dinge. Mein Mund soll Wahrheit sprechen, und Falsches kommt nicht über meine Lippen. Alle Wörter meines Mundes sind rechtschaffen, es gibt nichts falsches in ihnen. Sie sind alle klar für den, der versteht, und richtig für den, der Wissen findet.

Erhalte meine Anleitungen lieber als Silber, und wähle Wissen vor Gold. Denn Weisheit ist besser als Rubine, und alle Dinge die man verlangen kann können sich nicht mit ihr messen.

 

Wer Gottes Weg geht, meidet das Schlechte, Stolz und Arroganz, den eitlen Mund und den bösen Weg. 

 

„Ich, Weisheit, lebe aufrecht, ich finde das Wissen in den Dingen.

Ich bin Verstehen, ich habe Stärke, durch mich regieren Könige, sprechen Prinzen Recht, durch mich herrschen die Noblen, und all die Gerechten auf der Erde.

Ich liebe die, die mich lieben, und die, die mich suchen, sollen mich bald finden.

Reichtum und Ehre sind mit mir, ja, dauerhafte Reichtümer von Substanz und Rechtschaffenheit. Meine Frucht ist besser als Gold, und meine Botschaft besser als ausgewähltes Silber.

Gott besaß mich am Anfang seines Weges, vor seinen Werken aus alten Zeiten.

Ich bin aus der Ewigkeit gekommen, ganz vom Beginn, bevor noch die Erde war, als es noch keine Tiefen gab, kam ich ins Sein, als noch keine Quellen Wasser vorbrachten, bevor die Berge gesetzt wurden, bevor die Hügel geformt wurden, war ich da. Als er noch nicht die Erde gemacht hatte, nicht die Felder und den höchsten Teil des Staubs des Welt. Als er die Himmel vorbereitete, war ich da, als er die Tiefen der Meere ausmaß, als er die Wolken an den Himmel setzte und die Quellen der tiefen Wasser legte, als er der See sein Wort gab, als er die Fundamente der Erde begründete, da war ich mit ihm, wie Einer, der mit ihm aufgewachsen ist. Und ich war täglich seine Freude, jubelnd vor ihm voll Freude auf der bewohnbaren Erde, und mein Licht galt den Kindern der Menschen.

Nun, deshalb hört auf mich, Oh ihr Kinder: Denn gesegnet sind die, die meine Wege halten. Hört die Lehren, und seid weise, und lehnt sie nicht ab. Gesegnet ist der Mensch der mich hört, der täglich an meinem Tor steht, auf mich wartet an den Türen. Denn wer mich findet, findet Leben, und soll erhört werden vor Gott.“

 

IX

 

Weisheit hat ihr Haus gebaut, sie hat ihre sieben Säulen gesetzt: Sie hat ihre Dämonen besiegt, sie hat ihren Wein gekeltert, sie hat ihren Tisch gedeckt, sie hat ihre Mägde ausgeschickt, sie ruft von den hohen Plätzen der Stadt.

 

Ihr Einfachen, wendet Euch zu ihr, denn für den, dem Verstehen mangelt, zu ihm sagt sie:

Komm, iß mein Brot, und trink von meinem Wein.

Verlasse die Narren und lebe: und gehe den Weg des Verstehens.

 

Wer einen Spötter tadelt, macht sich selber Schande, und wer einen bösen Menschen zurechtweist, wird sich selber schmutzig machen.

Tadel nicht einen Spötter, der dich dafür hassen wird.

Tadel einen weisen Menschen, und er wird dich dafür lieben.

Gebe deine Lehre einem weisen Menschen, so daß er noch weiser wird.

Lehre einen gerechten Menschen, und er wird lernen.

 

Die Ehrfurcht vor Gott ist der Beginn der Weisheit,

und das Wissen um das Heilige ist Verstehen.

 

Durch mich sollen Deine Tage vervielfacht werden

und die Jahre Deines Lebens erhöht.

 

Wenn Du weise bist, sollst Du weise für Dich selber sein,

aber wenn Du spottest, sollst Du alleine es tragen.

X

 

Die Sprüche von Salomon:

 

Ein weiser Sohn macht einen frohen Vater.

Aber ein närrischer Sohn ist das Leiden der Mutter.

 

Die Schätze der Untat bringen keinen Profit:

Aber Rechtschaffenheit erlöst vom Tod.

 

Arm wird der, der mit einer schlaffen Hand arbeitet.

Aber die Hand des Gewissenhaften macht reich.

 

Der, der im Sommer sammelt, ist ein weiser Sohn;

Aber der, der schläft im Herbst, ist ein Sohn zum Schämen.

 

Das Gedenken an die Gerechten ist gesegnet;

Aber der Name der Üblen soll verrotten.

 

Der, der aufrecht geht, geht sicher.

 

Der Mund eines Rechtschaffenen ist ein Brunnen des Lebens.

 

Haß bringt Streit hervor. Aber Liebe bedeckt alle Sünden.

 

Die Arbeit des Rechtschaffenen strebt zum Leben.

 

Der ist auf dem Weg des Lebens, der sich an die Lehren hält;

Aber der, der Belehrung zurückweist, irrt.

 

In der Vielzahl der Wörter fehlt nicht die Sünde;

Aber der, der seine Lippen zurückhält, ist weise.

 

Die Segnungen Gottes machen reich,

und er fügt kein Leiden dem bei.

 

Wie der Wirbelwind vorbeizieht, so ist der Üble bald nicht mehr; aber der Rechtschaffene ist ein ewiges Fundament.

 

Gottes Weg ist Stärke für die Aufrichtigen.

XI

 

Das rechte Maß ist Gott eine Freude.

 

Reiche profitieren nicht am Tag des Gerichts.

Aber Rechtschaffenheit erlöst vom Tod.

 

Die Rechtschaffenheit des Gläubigen soll seinen Weg lenken.

Aber der Böse fällt über seine eigene Tat.

 

Der rechte Mensch kommt heil aus dem Ärger,

während der Unrechte darin versinkt.

 

Durch den Segen der Aufrechten atmet die Stadt auf,

aber sie wird niedergeworfen durch den Mund des Neiders.

 

Der, dem Weisheit fehlt, verachtet den Nachbarn.

Aber ein Mann von Verständnis hält seinen Frieden.

 

Ein Geschichtenerzähler offenbart Geheimnisse,

aber der mit einem glaubendem Geist beschließt die Sache.

 

Wo kein Rat ist, fallen die Leute.

Aber in der Vielzahl der Berater liegt Sicherheit.

 

Wer für einen Fremden bürgt, soll bezahlen dafür.

Aber der die Bürgschaft hat, ist sicher.

 

Schöne Frauen erhalten Ehre, starke Männer erhalten Reichtum.

 

Der gnädige Mensch ist gut zu seiner eigenen Seele.

Aber der, der grausam ist, schneidet in sein eigenes Fleisch.

 

Die Bösen werken ein heimliches Werk;

aber wer rechtschaffen sät, soll seines Lohnes sicher sein.

 

So wie der Gerechte zum Leben strebt, so strebt der Böse zu seinem Tod.

 

Obwohl Hand in Hand geht,

sollen die Bösen nicht ungestraft bleiben,

und die Saat der Gerechten soll aufgehen.

 

(XI)

 

Wie ein edles Juwel in einem Schweinstrog

ist eine schöne Frau ohne Diskretion.

 

Es gibt das, was zerbricht, und doch prosperiert,

und es gibt das, was mehr zu sein scheint als es ist,

und das wird zur Armut.

 

Die freie Seele soll fett werden,

und der der wässert, soll auch gewässert werden.

 

Der, der Getreide zurückhält, den verfluchen die Leute.

Aber Segnungen sind auf dem Haupt dessen, der es verkauft.

 

Der, der eifrig das Gute sucht, verdient sich Gunst;

Aber der, der Streit sucht, soll in ihm untergehen.

 

Der, der in seine Reichtümer vertraut, soll fallen.

Aber der Rechtschaffene soll blühen wie ein Baum.

 

Der, der seinem eigenen Haus schadet, soll im Wind wohnen;

und der Narr soll Diener sein für die von weisem Herzen.

 

Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens.

 

 

XII

 

Ein guter Mann erhält die Gunst von Gott.

Aber ein Mann von schlechten Absichten wird verdammt.

 

Ein Mann soll nicht durch schlechte Taten nach oben kommen.

Sondern die Wurzeln der Gerechten sollen nicht vergehen.

 

Eine tugendhafte Frau ist eine Krone für ihren Mann;

Aber die ihn beschämt, ist wie Fäulnis in seinen Knochen.

 

Die Gedanken der Gerechten sind richtig.

Aber der Rat der Verschlagenen ist Täuschung.

 

Die Schlechten werden besiegt und sind nicht mehr.

Aber das Haus des Gerechten wird stehen.

(XII)

 

Der, der sein Land pflügt, soll Brot haben;

Aber der, der faulen Leuten folgt, dem fehlt es an Verständnis.

 

Der Weg des Narren ist richtig in seinen eigenen Augen;

Aber der, der auf Rat hört, ist weise.

 

Den Zorn eines Narren erkennt man sofort.

Aber ein kluger Mann versteckt Scham.

 

Es gibt das Sprechen das so spitz ist wie ein Schwert.

Aber die Zunge des Weisen bringt Gesundheit.

 

Die Lippen der Weisheit sollen immer bestehen;

Aber eine lügende Zunge ist nur für den Moment.

 

Verfall ist in den Herzen derer, die sich Böses ausdenken;

Aber für die Ratgeber des Friedens ist Freude.

 

Es soll kein Böses den Gerechten treffen.

Aber der Üble soll mit Unruhe angefüllt sein.

 

Lügende Lippen sind Gott verhaßt,

aber die, die wahr sprechen, sind seine Freude.

 

Die Hand des Gewissenhaften braucht keine Herrschaft.

Aber dem Verschlagenen muß Tribut auferlegt werden.

 

Das Herz stockt, wenn es zu schwer beladen ist;

Aber ein gutes Wort macht es froh.

 

Im Weg der Rechtschaffenheit ist Leben,

denn auf diesem Pfad gibt es keinen Tod.

XIII

 

Der, der seinen Mund hält, behält sein Leben.

Aber der, der seine Lippen weit öffnet wird Zerstörung haben.

 

Die Seele des Faulen will, aber hat nichts.

Der Eifrige soll fett gemacht werden.

 

Die Rechtschaffenheit hält den Aufrechten auf dem Weg;

Aber die Bösartigkeit überwältigt den Sünder.

 

Es gibt das, was einen reich macht, auch wenn man nichts hat,

und es gibt das, was einen arm macht, trotz aller Reichtümer.

 

Durch Stolz kommt Streit.

 

Der gut Beratene ist weise.

 

Eine aufgeschobene Hoffnung macht das Herz krank.

Aber wenn das Ersehnte kommt, ist es ein Baum des Lebens.

 

Das Gesetz des Weisen ist ein Brunnen des Lebens,

es zu verlassen die Trommeln des Todes.

 

Armut und Schande sind für den, der Belehrungen zurückweist. Aber der, der sie annimmt, soll geehrt werden.

 

Die erfüllte Sehnsucht ist süß für die Seele.

Aber Narren hassen es, sich vom Bösen abzuwenden.

Der, der mit weisen Männern geht, wird selber weise;

Aber ein Gefährte der Narren wird zerstört.

 

Das Böse verfolgt die Sünder;

Aber der Rechtschaffene wird mit Gutem bezahlt.

 

Ein guter Mann hinterläßt eine Erbschaft für die Kinder seiner Kinder.

 

Der den Stock spart, haßt seinen Sohn.

Aber der, der ihn liebt, züchtigt ihn bisweilen.

 

Der Gerechte ißt zur Sättigung seines Körpers.

Aber der Bauch des Sünders hungert immer.

XIV

 

Jede weise Frau baut ihr Haus;

Aber die Närrin reißt es nieder mit ihrer Hand.

 

Wo keine Ochsen sind, ist die Krippe sauber;

Aber viel Reichtum gibt es durch die Stärke des Ochsen.

 

Ein Verachtender sucht Weisheit und findet sie nicht;

Aber Wissen ist leicht für den, der versteht.

 

Das Herz kennt seine eigene Bitterkeit

und ein Fremder kann mit seiner Freude nichts ausrichten.

 

Es gibt einen Weg, der einem Menschen richtig erscheint,

aber an seinem Ende stehen die Wege des Todes.

 

Auch im Gelächter ist das Herz sorgenvoll,

und am Ende der Fröhlichkeit ist die Schwere.

 

Ein guter Mann soll zufrieden sein mit sich.

 

Der Einfache glaubt jedes Wort;

Aber der Kluge guckt gut nach seinen Angelegenheiten.

 

Der, der schnell wütend wird, handelt närrisch.

 

Der Arme wird von seinen eigenen Nachbarn gehaßt.

Aber der Reiche hat viele Freunde.

 

Der, der seinen Nachbarn verachtet, sündigt.

Aber der, der Gnade hat für die Armen, der ist glücklich.

 

In aller Arbeit steckt Profit:

Aber im Gerede der Lippen steckt nur Armut.

 

In der Ehrfurcht vor Gott liegt starkes Vertrauen;

und die Kinder werden einen Zufluchtsort haben.

 

Die Ehrfurcht vor Gott ist ein Brunnen des Lebens,

sie zu verlassen die Trommel des Todes.

 

 

(XIV)

 

Der, der langsam zu erzürnen ist, ist von großem Verständnis;

Aber der zu Schnelle im Geist zeigt Narrheit.

 

Ein gesundes Herz ist das Leben des Fleisches;

Aber Neid ist die Fäulnis der Knochen.

 

Der die Armen unterdrückt, greift seinen Schöpfer an;

Aber der, der ihn ehrt, wird Mitleid mit den Armen zeigen.

 

Weisheit ruht in dem Herzen von dem, der Verstehen hat.

Aber was in der Mitte des Narren ist, sieht jeder.

 

Aufrichtigkeit erhebt eine Nation.

Aber Sünde ist ein Angriff auf alle Menschen.

 

 

 

 

XV

 

Eine milde Antwort besänftigt den Zorn.

Aber harsche Worte bringen Wut hoch.

 

Die Zunge des Weisen nutzt Wissen richtig.

Aber aus dem Mund des Narren kommt närrisches.

 

Die Augen Gottes sind an allen Orten,

erblicken das Böse und das Gute.

 

Eine gesunde Zunge ist ein Baum des Lebens.

 

Im Haus des Rechtschaffenen gibt es viele Schätze;

Aber in den Höfen der Schlechten gibt es nur Ärger.

 

Der Weg der Sünder ist Gott nicht recht.

Aber er liebt den, der der Rechtschaffenheit folgt.

 

Korrektur ist schlimm für den, der dem Weg nicht folgt;

Ein Spötter liebt nicht den, der ihn korrigiert;

auch wird er sich nicht unter die Weisen mischen.

 

(XV)

 

Ein fröhliches Herz macht ein einnehmendes Wesen;

Aber durch das Leid des Herzens bricht der Geist.

 

Alle Tage des Geplagten sind schlecht.

Aber der mit einem fröhlichen Herzen hat ein ständiges Fest.

 

Es ist besser, wenig zu haben und Ehrfurcht vor Gott,

als große Schätze und mit ihnen Ärger.

 

Besser ist ein Essen aus Kräutern, wo Liebe ist,

als ein gebratener Ochse und Haß.

 

Ein zorniger Mensch rührt Streit auf.

Aber der, der langsam zu erzürnen ist, beruhigt Streit.

 

Der Weg des verruchten Menschen ist eine Dornenhecke.

Aber der Weg des Rechtschaffenen ist gerade.

 

Ein weiser Sohn macht einen frohen Vater;

 

Ein Mensch von Verständnis geht aufrecht.

 

Ohne Rat werden die Zwecke verfehlt;

Aber durch viele Ratschläge werden sie verwirklicht.

 

Ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit, wie gut ist es?

 

Der, der nach Vorteil giert, bringt Ärger über sein eigenes Haus.

 

Das Herz der Rechtschaffenen gibt gewissenhafte Antwort.

 

Das Licht der Augen erfreut das Herz.

 

Das Ohr, das die Ratschläge des Lebens hört, wohnt bei den Weisen.

 

Hochmut kommt vor dem Fall.

Und vor der Ehre kommt die Demut.

 

 

 

XVI

 

Widme deine Werke Gott, und Deine Gedanken werden wahr.

 

Durch Gnade und Wahrheit wird Bosheit gereinigt;

Durch die Ehrfurcht vor Gott wenden sich Menschen ab vom Bösen.

 

Wenn eines Menschen Weg Gott gefällt,

sorgt er dafür, daß sogar seine Feinde Frieden mit ihm halten.

 

Besser ist Weniges mit Rechtschaffenheit,

als Reichtümer ohne Recht.

 

Des Menschen Herz weist ihm den Weg;

Aber Gott führt seine Schritte.

 

Eine göttliche Strafe liegt auf den Lippen der Könige;

Sie übertreten nicht durch Rechtsprechung.

 

Es ist eine Abscheulichkeit für Könige, bösartig zu handeln;

Denn ihr Thron ist errichtet durch Rechtschaffenheit.

 

Der Zorn eines Königs ist ein Botschafter des Todes;

Aber ein weiser Mensch wird ihn beruhigen.

 

Im Lichte des Königs ist Haltung Leben;

Seine Gunst ist wie eine Wolke mit dem letzten Regen.

 

Der, der der seinen Weg hält, bewahrt seine Seele.

 

Stolz kommt vor dem Fall,

und ein überheblicher Geist vor der Zerstörung.

 

Es ist besser, mit den Niedrigen eines demütigen Geistes zu sein,

als Beute zu teilen mit den Stolzen.

 

Der, der eine Sache weise handhabt, soll Gutes finden;

Und der, der in Gott vertraut, der ist glücklich.

 

Verstehen ist ein Quell des Lebens für den, der es hat;

 

Das Herz des Weisen lehrt seinen Mund;

 

Gute Worte sind wie eine Honigwabe,

süß für die Seele, und gesund für die Knochen.

 

Es gibt einen Weg, der den Menschen richtig erscheint,

aber das Ende davon sind die Wege des Todes.

 

Der, der arbeitet, arbeitet für sich selbst;

Denn sein Mund verlangt es für sich.

 

Ein gottloser Mensch gräbt Übles aus,

und in seinen Lippen ist ein brennendes Feuer.

 

Ein grausamer Mensch lockt seinen Nachbarn vom rechten Pfad.

 

Ein grauer Schopf ist eine Krone der Ehre.

 

Der, der seine Gedanken beherrscht

ist besser als der, der eine Stadt erobert.

 

 

 

XVII

 

Besser ist ein trockenes Brot in Ruhe,

als ein Festmahl mit Streit.

 

Ein weiser Diener soll herrschen über einen Sohn,

der Schande verursacht,

und soll Teil des Erbes unter den Brüdern erhalten.

 

Wer die Armen verspottet, tut seinem Schöpfer Unrecht;

Und der Schadenfrohe soll nicht ungestraft bleiben.

 

Kindeskinder sind die Krone von alten Menschen;

Und die Krone der Kinder sind ihre Eltern.

 

Eine Belehrung dringt tiefer in den weisen Menschen ein,

als Hundert Schläge in den Narren.

 

Lieber eine Bärin, der man die Welpen geklaut hat,

als einen Narr in seiner Raserei.

 

Wer Böses belohnt, dem soll das Böse nicht von der Tür weichen.

 

Lasse den Streit, bevor er ausgetragen wird.

 

Ein Mann dem Verständnis fehlt, schüttelt Hände und wird Bürge in der Gegenwart seines Freundes.

 

Ein frohes Herz ist wie Medizin;

Aber ein gebrochener Geist vertrocknet die Knochen.

 

Weisheit ist vor dem, der Verständnis hat;

Aber die Augen des Narren sind am Ende der Welt:

 

Der, der weiß, spart an Worten.

Sogar ein Narr wird, wenn er seinen Frieden hält, als weise gelten; und der, der seine Lippen geschlossen hält, wird für einen weisen Mann gehalten.

(Si tacuisses, philosophus mansisses.)

 

 

 

XVIII

 

Ein Mensch, der sich absondert, bringt seinen Verstand durcheinander.

 

Die Worte eines Menschen sind wie tiefe Wasser,

und die Quelle der Weisheit ist ein strömender Bach.

 

Des Narren Lippen beteiligen sich am Streit,

und sein Mund ruft nach Schlägen.

Der Mund des Narren ist sein Fall,

und seine Lippen sind seine Todestrommel.

 

Die Worte eines Geschichtenerzählers sind wie Wunden,

und sie erreichen die innersten Teile des Bauches.

 

Der Nachlässige in seiner Arbeit ist ein Bruder des Verschwenders.

 

Der Name Gottes ist eine starke Burg.

Der Rechtschaffene geht zu ihr und ist sicher.

 

 

(XVIII)

 

Des Reichen Reichtümer sind wie eine starke Stadt mit hohen Mauern in seiner Einbildung.

 

Hochmut kommt vor dem Fall, und vor der Ehre Demut.

 

Eine Frage zu beantworten, bevor sie gestellt ist, ist närrisch und schändlich.

 

Eines Menschen Geist hilft ihm durch die Schwäche.

Aber wer kann einen verwundeten Geist ertragen?

 

Eines Mannes Geschenk macht ihm Platz

und bringt ihn vor große Männer.

 

Der, der seine Angelegenheit als erster vorträgt, scheint im Recht zu sein. Doch sein Nachbar wird kommen und den Streit austragen.

 

Wer eine Frau findet, findet Gutes, und steht in der Gunst Gottes.

 

Der Arme bittet, und der Reiche weist zurück.

 

Ein Mann der Freunde hat, soll sich freundlich zeigen;

und es gibt einen Freund der näher ist als ein Bruder.

 

 

 

 

XIX

 

Besser ist es, als Armer rechtschaffen zu sein,

als seine Lippen zu verbiegen und ein Narr zu sein.

 

Der, der Weisheit erhält, liebt seine Seele;

der, der Verständnis hat, findet Gutes.

 

Ein falscher Zeuge soll nicht ungestraft sein.

 

Ein Narr ist so fern von Freude,

wie ein Diener davon, über den Prinzen zu herrschen.

 

(XIX)

 

Die Haltung des Mannes besänftigt seinen Ärger;

Es ist seine Ehre, über einer Verletzung seines Rechts zu stehen.

 

Des Königs Zorn ist wie das Brüllen des Löwen;

Aber seine Gunst ist wie der Tau auf dem Gras.

 

Ein närrischer Sohn ist das Unglück des Vaters.

 

Eine streitende Frau ist ein dauerndes Leck.

 

Eine kluge Frau kommt von Gott.

 

Faulheit führt in tiefen Schlaf;

und ein träger Mensch wird Hunger leiden.

 

Das Mitleid mit den Armen ist wie ein Geschenk für Gott;

und was du gibst, wird dir wiedergegeben werden.

 

Höre Rat und laß Dich belehren, daß Du am Ende klüger bist.

 

Es gibt viele Zwecke in eines Menschen Herz;

Aber der Rat Gottes, der soll bleiben.

 

Es sehnt sich der Mensch, freundlich zu sein;

 

Besser ein Armer, als ein Lügner sein.

 

Die Ehrfurcht vor Gott führt zum Leben;

und der sie hat, soll immer zufrieden sein;

das Böse soll ihn nicht besuchen.

 

XX

 

Wein ist ein Spötter, und Schnaps ein Wüter;

der Weise läßt davon.

 

Der Zorn des Königs ist wie ein brüllender Löwe:

wer ihn aufrührt, sündigt gegen sein Leben.

 

 

Ein ehrenhafter Mensch zieht sich vom Streit zurück;

nur die Narren bleiben dabei.

 

Der Faulpelz pflügt nicht wegen der Kälte;

Deswegen bettelt er im Herbst und hat nichts.

 

Weisheit im Herzen eines Menschen ist wie tiefes Wasser;

Aber mit Verständnis kann es geschöpft werden.

 

Die meisten Menschen werden nicht müde, ihre Vorzüge zu betonen; Aber wer kann einen Ehrlichen finden?

 

Der Gerechte wandelt in seiner Aufrichtigkeit;

Seine Kinder nach ihm sind gesegnet.

 

Ein König, der auf dem Thron der Gerechtigkeit sitzt,

zerstört das Böse mit seinen Augen.

 

Wer kann sagen, ich habe mein Herz gereinigt,

ich bin frei von Sünde?

 

Falsches Gewicht und falsches Maß besteht nicht vor Gott.

 

Schon ein Kind erkennt man an seiner Tat, ob es recht handelt..

 

Das hörende Ohr, und das sehende Auge, Gott machte sie beide.

 

Liebe nicht den Schlaf, damit Du nicht arm wirst;

Öffne Deine Augen, und Du wirst satt werden mit Brot.

 

Es ist nichts, es ist nichts, feilscht der Käufer;

Aber ist er um die Ecke, dann triumphiert er.

 

 

(XX)

 

Es gibt Gold und viele Rubine;

Aber die Lippen der Weisheit sind ein kostbares Juwel.

 

Das Brot der Täuschung scheint süß;

aber im Mund ist es wie Stein.

 

Jeder Zweck wird durch Rat verwirklicht;

Nur gut beraten führe Krieg.

 

Der Geschichtenerzähler enthüllt Geheimnisse;

darum streite nicht mit dem, der mit seinen Lippen schmeichelt.

 

Wer Vater oder Mutter verflucht, soll im Dunklen wandeln.

 

Sage nicht, ich will das Böse rächen;

warte auf Gott, der Dich retten wird.

 

Die Schicksale der Menschen liegen in Gottes Hand;

Wie kann also ein Mensch seinen eigenen Weg verstehen?

 

Die Todestrommel schlägt für den,

der Heiliges vernichtet, und seinen Eid hinterfragt.

 

Ein weiser König bringt die Übeltäter vors Gericht.

 

Der Geist des Menschen ist die Kerze Gottes,

der das Innerste erforscht..

 

Gnade und Wahrheit bewahren den König;

Sein Thron ist auf Gnade gebaut.

 

Die Ehre der jungen Männer ist ihre Stärke;

die Schönheit der alten Männer sind ihre grauen Schöpfe.

 

Schläge und Beulen reinigen die Seele.

 

XXI

 

Des Königs Herz liegt in der Hand Gottes, wie die Flüsse von Wasser: Er führt es, wohin auch immer er will.

 

Jeder Weg eines Menschen ist gerecht in seinen eigenen Augen; aber Gott erwägt die Herzen.

 

Ein gerechtes Urteil sieht Gott lieber als ein Opfer.

 

Eitelkeit, ein stolzes Herz, und Verschlagenheit sind Sünde.

 

Die Gedanken des Eifrigen liegen beim Wohlstand;

Aber der Eilige sieht nur auf den Mangel.

 

Schätze durch Lügen zu erschleichen

ist die Eitelkeit derer, die den Tod suchen.

 

Der Weg der Menschen ist seltsam und voll Zweifel;

Aber der Reine tut ein gutes Werk;

 

Es ist besser in einem Winkel im Dachboden zu leben,

als in einem großen Haus mit einer streitenden Frau.

 

Der Gerechte hält sich fern vom Hause des Bösen;

Denn es wird von Gott zerstört werden.

 

Wer seine Ohren schließt vor den Bitten der Armen,

der soll selber auch nicht gehört werden.

Ein geheimes Geschenk befriedigt Ärger,

und eine Belohnung in der Tasche starken Zorn.

 

Der Mensch, der den Weg des Verstehens verläßt,

soll in der Versammlung der Toten bleiben.

 

Der, der Vergnügen liebt, ist ein armer Mensch;

Wer Wein und Öl liebt, wird nicht reich sein.

 

Es ist besser, in der Wildnis zu wohnen,

als mit einer streitenden und wütenden Frau.

 

Es gibt Schätze zu finden und Öl im Hause des Weisen;

Aber der Narr braucht es auf.

 

Der, der den Weg der Rechtschaffenheit und Gnade geht,

findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre.

 

Wer seinen Mund und seine Zunge hält, bewahrt sich vor Ärger.

 

Wer im Zorn des Stolzes handelt, ist ein hochmütiger Esel.

 

Der Gute gibt und spart nicht.

 

Das Opfer des Verschlagenen ist abscheulich;

um wie viel mehr, wenn er es mit Hintergedanken bringt?

 

Der Aufrechte bedenkt seinen Weg.

 

Es gibt weder Weisheit, noch Verstehen oder Rat gegen Gott.

 

Das Pferd ist bereitet für den Tag der Schlacht:

Aber Sicherheit gibt es nur in Gott.

XXII

 

Ein guter Name ist großen Reichtümern vorzuziehen

und Liebe ist besser als Silber und Gold.

 

Der Arme und der Reiche treffen sich:

Gott hat sie beide gemacht.

 

Der kluge Mensch sieht das Böse voraus und versteckt sich;

Aber der Einfache geht weiter, und wird bestraft.

 

Durch Demut und Ehrfurcht vor Gott

kommen Reichtum, Ehre und Leben.

 

Dornen und Fallen lauern dem Weg des Spötters;

Wer auf sich achtet hält sich ihnen fern.

 

Erziehe Dein Kind auf dem Weg, den es gehen soll;

und wenn es alt ist, wird es davon nicht abweichen.

 

Der Reiche herrscht über den Armen,

und der Verleiher dient dem Borgenden.

 

Der mit einem freigebigen Auge soll gesegnet sein;

Denn er gibt den Armen von seinem Brot.

 

Vertreibe den Spötter, und der Streit geht auch,

ja, Jammern und Klagen verschwinden.

 

Der Faule sagt:

Da ist ein Löwe dort draußen, der erschlägt mich auf der Straße!

 

Narretei ist im Herzen des Kindes verankert.

Die Korrektur soll es ihm austreiben.

 

Der, der die Armen unterdrückt um seinen Reichtum zu mehren, und der, der den Reichen gibt, wird sicherlich bedürftig werden.

 

 

 

Beuge Dein Ohr und höre die Worte des Weisen, und bereite Dein Herz für mein Wissen. Denn es ist eine Freude, wenn Du sie in dir erhältst; sie sollen immer in Deine Lippen passen. Das Dein Vertrauen in Gott sei, das habe ich Dich heute gelehrt, genau Dich. Habe ich Dir nicht die vorzüglichen Ratschläge und Wissen gegeben, das ich dir die Natürlichkeit der Worte der Wahrheit begreiflich machen kann. Das du denen, die nach dir fragen, die Worte der Wahrheit zur Antwort geben kannst?

 

Beraube nicht den Armen, denn er ist arm; und bedränge nicht den Elenden im Tor; denn Gott wird ihren Fall wägen, und er verwirft nur die Seelen derer, die sie selbst verworfen haben.

 

Mach keine Freundschaft mit einem wütenden Mann, und mit einem zornigen Menschen sollst du nicht gehen. Damit Du nicht seine Wege lernst, und an Deiner Seele Schaden nimmst.

 

Sei Du nicht einer, der Hände schüttelt und Bürge wird. Wenn Du nichts zu zahlen hast, warum sollte er das Bett unter dir wegnehmen?

 

Entferne nicht die alten Landmarken, die Deine Väter gesetzt haben.

 

Siehst Du den eifrigen Mann in seinen Geschäften?

Er wird vor dem König stehen.

XXIII

 

Wenn Du beim Herrscher zum Mahle sitzt, erwäge klug, was vor Dir ist: Und halt ein Messer an Deinen Hals, wenn Du zum Appetit neigst. Schiele nicht nach den Leckerbissen; sie sind ein trügerischer Genuß.

 

Arbeite nicht, um reich zu sein; zehre von Deiner eigenen Weisheit. Würdest Du Deine Augen auf etwas setzen was nicht da ist?

Denn Reiche machen sich selbst Flügel;

Sie fliegen wie der Adler zum Himmel und sind fort.

 

Iß nicht das Brot von einem, der ein böses Auge hat, und begehre nicht sein leckeres Fleisch. Denn wie er in seinem Herzen denkt, so ist er: Iß und Trink! Sagt er zu Dir, aber sein Herz ist nicht mit Dir.

 

Sprich nicht in die Ohren des Narren;

Denn er wird die Weisheit Deiner Worte verachten.

 

Versetze nicht die alte Landmarke,

und betritt nicht die Felder der Vaterlosen;

denn ihr Erlöser ist mächtig;

Er wird um ihre Sache mit Dir rechten.

 

Bereite Dein Herz für die Belehrung,

und Deine Ohren für die Worte des Wissens.

 

Halte dem Kind nicht die Belehrung vor;

wenn du ihn schlägst, wird er schon nicht sterben.

Du sollst ihn schlagen mit dem Stock,

und seine Seele vor der Hölle bewahren.

 

Mein Sohn, wenn Dein Herz weise ist,

wird meines sich daran erfreuen.

 

Laß nicht Dein Herz Sünder beneiden: aber behalte die Ehrfurcht vor Gott den ganzen Tag lang. Denn es gibt sicherlich ein Ende; und deine Jahre sollen nicht gezählt sein: Höre deshalb, mein Sohn, und sei weise, und führe Dein Herz auf den Weg.

 

Sei nicht bei den Weintrinkern und bei den Fleischschlemmern, denn die Trinker und Schlemmer werden arm werden und Trunkenheit kleidet einen Mann mit Lumpen.

 

Höre auf Deinen Vater, der Dich gezeugt hat,

und ehre Deine Mutter, wenn sie alt ist.

 

Kaufe die Wahrheit, aber verkaufe sie nicht,

ebenso Weisheit und Belehrung, und Verständnis.

 

Der Vater des Rechtschaffenen wird erleichtert jubeln, und wer ein weises Kind hat, wird Freude von ihm haben. Dein Vater und Deine Mutter sollen froh sein, und die die dich geboren hat wird jubeln: Mein Sohn, gib mir dein Herz, und laß Deine Augen meinen Weg beobachten.

 

Wer hat Leiden? Wer hat Weh? Wer hat Streit? Wer hat Geplapper? Wer hat Wunden ohne Grund? Wer hat rote Augen?

Die, die sich am Weinkrug festhalten,

die, die zur Taverne gehen.

Siehe nicht auf den Wein, wenn er rot ist,

wenn er seine Farbe in das Glas gibt,

wenn sich der Schwung der Flüssigkeit setzt.

Am Ende beißt er wie eine Schlange,

und sticht wie ein Skorpion.

 

Dein Auge hüte sich vor fremden Frauen,

und Dein Herz soll Falschheiten meiden.

XXIV

 

Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, und durch Verständnis wird es erhalten. Und durch Wissen werden die Räume mit wertvollen und angenehmen Dingen gefüllt.

 

Ein weiser Mann ist stark;

yeah, ein Mann von Wissen wächst an Stärke.

 

Mit weisem Rat sollst Du zu Krieg ziehen.

In der Vielzahl der Berater liegt Sicherheit.

 

Wenn Du am Tag des Unglücks blaß wirst,

hast Du nur wenig Stärke.

 

Sei nachsichtig, und rette die, die des Todes sind und erschlagen werden sollen.

 

Wenn Du sagst: Aber ach, wir wussten es nicht besser? Wird nicht der, der die Herzen wägt es bedenken? Und der, der Dich und Deinen Leib erhält, weiß er es nicht? Und soll er nicht jeden Menschen nach seinen Taten richten?

 

Mein Sohn, iß den Honig, weil er gut ist, und die Wabe, die Deinem Gaumen schmeichelt. So soll auch die Weisheit für Deine Seele sein: wenn du sie gefunden hast, gibt es eine Belohnung, und du wirst lange leben.

 

Legt Euch nicht, ihr bösen Männer, mit den Häusern der Rechtschaffenen an; geht nicht an ihre Ruheplätze; denn ein gerechter Mensch fällt sieben mal und steht wieder auf; aber der Böse fällt ins Unglück.

 

Freue Dich nicht, wenn Dein Feind fällt, und lass Dein Herz nicht frohlocken, wenn er stolpert. Damit nicht Gott es sieht und er zürnt, und seinen Zorn von dem Feind wegnimmt.

 

Fürchte Dich nicht vor den bösen Menschen, und sei nicht neidisch auf die Verschlagenen. Denn es gibt keine Belohnung für die Bösen, und die Kerze der Verschlagenen wird ausgeblasen.

 

Mein Kind, fürchte Gott und den König. Und reite nicht mit denen, die alles ändern wollen. Denn ihr Elend wird plötzlich kommen, und wer weiß, wann?

 

Es ist nicht gut, vor Gericht die Person anzusehen.

 

Arbeite draußen, und bestelle Deinen Acker;

Danach baue Dein Haus.

 

Sei nicht ohne Grund Zeuge gegen Deinen Nachbarn.

Und betrüge nicht mit Deinen Lippen.

 

Sage nicht, ich werde ihm das antun was er mir angetan hat.

Ich werde ihm seine Taten heimzahlen!

 

Ich ging zum Feld des Faulpelzes, und zum Weingarten des Mannes ohne Verstand, und siehe, es war alles überwachsen mit Dornenbüschen, und Nesseln hatten das Feld erobert, und die Steinmauer war zusammengefallen. Das sah ich und überlegte gut: Nur ein kleiner Schlaf, ein kleiner Schlummer, ein kleines Falten der Hände zum Schlaf: so wird Deine Armut kommen als ein Reisender: Und Dein Mangel als Soldat.

XXV

 

Dies sind die Sprüche von Solomon, die die Männer von Hesekiah, König von Judah, überlieferten:

 

Es ist die Allmacht Gottes ein Ding zu beschließen;

Aber die Ehre der Könige ist es, etwas herauszufinden.

 

Der Himmel für die Höhe, die Erde für die Tiefe.

Das Herz des Königs ist unergründlich.

 

Befreie das Silber von seiner Patina, und Du hast ein glänzendes Schmuckstück. Entferne den Verschlagenen vom König, und der Thron wird strahlen in Rechtschaffenheit.

 

Drängle Dich nicht vor in der Gegenwart des Königs und stelle Dich nicht auf den Platz der großen Männer. Denn es ist besser, man sagt Dir: Komm vor, als das Du tiefer sein solltest in den Augen des Prinzen der Dich sieht.

 

Laß Dich nicht in Streit verwickeln, damit du nicht am Ende beschämt vor Deinen Nachbarn dastehst und du nicht weißt, was zu tun.

 

Berede Deinen Fall mit dem Nachbarn selbst, und verrate Anderen nicht Geheimnisse; damit der, der es hört, Dich nicht beschämen kann.

 

Ein Wort recht gesprochen

ist wie ein goldener Apfel auf einem silbernen Gemälde.

 

Wie ein goldener Ohrring, wie ein Schmuckstück aus feinem Gold, so ist ein weiser Rat dem offenen Ohr.

 

Wie die Kälte von Schnee im Herbst, so ist ein treuer Bote für den, der ihn sendet, denn er erfrischt das Herz seines Herrn.

 

Wer sich eines falschen Geschenk rühmt,

ist wie Wolken und Wind ohne Regen.

 

Mit langem Vortragen ist ein Prinz zu überzeugen,

und eine sanfte Zunge bricht Knochen.

 

Wenn Du Honig findest, iß nicht mehr als für Dich gut ist.

 

Nimm Deinen Fuß von der Schwelle des Nachbarn,

daß er Dir nicht überdrüssig wird und Dich haßt.

 

Ein Mensch, der seinen Nachbarn falsch bezichtigt,

ist ein Maul, ein scharfes Schwert und ein spitzer Pfeil.

 

Das Vertrauen in einen Ungetreuen zur Zeit der Gefahr,

ist wie ein gebrochener Zeh, ein Fuß aus seinem Gelenk.

 

Wie einer, der im schlechten Wetter einen Mantel klaut und wie Essig auf Salpeter ist der, der einem schwerem Herzen Lieder singt.

 

Wenn Dein Feind hungrig ist, so gibt ihm Brot zu essen, und ist er durstig, so gib ihm Wasser zu trinken. Denn Du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt heben, und Gott wird Dich belohnen.

 

Der Nordwind vertreibt Regen;

so vertreibt entschlossene Haltung eine beißende Zunge.

 

Es ist besser, in einer Ecke vom Hausdach zu wohnen,

als mit einem zänkischem Weib im weiten Haus.

 

Wie kaltes Wasser für einen Dürstenden,

so sind gute Neuigkeiten aus der Welt.

 

Ein Rechtschaffener, der sich einem Schurken beugt,

ist wie ein brüchiger Brunnen, eine giftige Quelle.

 

Es ist nicht gut, zuviel Honig zu essen. So ist es für einen Menschen nicht ehrbar, nach der eigenen Ehre zu streben.

 

Der, der seinen Geist nicht beherrscht,

ist wie eine heruntergekommene Stadt mit zerbrochenen Mauern.

 

XXVI

 

Wie Schnee im Sommer, wie Regen bei der Ernte,

so ist Ehre unpassend für einen Narren.

 

Die Gerte für das Pferd, Die Zügel für den Esel,

der Stock für den Rücken des Narren.

 

Antworte dem Narren nicht nach seinem Verstand, damit Du nicht wie er wirst. Antworte ihm nach seinem Verstand, damit er von deiner Weisheit profitiere.

 

Die Beine des Lahmen taugen nicht:

So taugt auch nicht eine Parabel im Mund des Narren.

 

Siehst du den Mann, der nach seinem Dafürhalten weise ist?

Für den Narren gibt es mehr Hoffnung.

 

Der Faule ruft: Da ist ein Löwe, da ist ein Löwe in der Straße.

 

Wie eine Tür sich in den Angeln dreht,

so dreht sich der Faule im Bett.

 

Der Faule versteckt seine Hand in der Tasche.

Er mag sie nicht wieder zum Mund führen.

 

Der Spötter ist seiner eigenen Meinung nach weiser als sieben Männer die einen Grund haben.

 

Einer, der vorübergeht und sich in Streit mischt, der ihn nichts angeht, ist wie einer, der einen Hund an den Ohren packt.

 

Wie ein Verrückter, der Feuerbrände wirft, Pfeile und Tod, so ist der Mann, der seinen Nachbarn hintergeht und sagt, bin ich nicht im Recht?

 

Wo kein Holz ist, da geht das Feuer aus;

Wo keiner die Geschichte erzählt, verschwindet auch der Streit.

 

Die Worte eines Geschichtenerzählers sind wie Wunden,

die die innersten Teile des Bauches treffen.

 

 

(XXVI)

 

Der, der seinen Haß verschweigt und in seinem Inneren auf Rache sinnt, wenn er freundlich spricht, so glaube ihm nicht, denn er hat sieben Sünden in seinem Herzen.

 

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein,

und wer einen Stein wirft, der soll auf ihn zurückrollen.

 

 

 

XXVII

 

Rühme Dich nicht für morgen,

denn Du weißt nicht, was der Tag bringen wird.

 

Nicht dein eigener Mund soll dich preisen,

laß Dich preisen von fremden Lippen, nicht von deinen eigenen.

 

Ein Stein ist schwer und Sand wiegt viel,

aber des Narren Zorn ist schwerer als sie beide.

 

Zorn ist grausam und Wut ist ungeheuerlich,

aber wer kann vor dem Neid bestehen?

 

Offene Zurechtweisung ist besser als heimliche Liebe.

 

Treu sind die Wunden eines Freundes,

aber Verrat ist der Kuß des Feindes.

 

Der volle Leib verachtet die Honigwabe.

Aber für den Hungrigen ist das Bittere noch süß.

 

Wie ein Vogel, der sein Nest verläßt,

ist der Mann, der seine Heimat verläßt.

 

Wende Dich nicht ab von Deinem Freund oder Deines Vaters Freund; und besuche nicht Deinen Bruder am Tag Deines Unglücks; denn ein naher Nachbar ist besser als ein ferner Bruder.

Mein Sohn, sei weise, und mache mein Herz froh,

so daß ich dem antworten kann, der mir Vorwürfe macht.

 

 

(XXVII)

 

Der Kluge Mensch sieht das Böse voraus und versteckt sich,

aber der Einfache geht weiter und wird bestraft.

 

Nimm die Bürgschaft des Fremden als Sicherheit,

und erhöre seine Bitte für eine fremde Frau.

 

Am Morgen früh aufstehen, um seinen Freund mit einer lauten Stimme zu segnen, soll als Fluch gelten.

 

Eine leckende Traufe an einem regnerischen Tag und eine streitende Frau sind sich ähnlich. Sie zu bändigen ist wie den Wind zu bändigen, wie Öl mit einer Gabel zu schöpfen.

 

Eisen schärft Eisen;

so schärft ein Freund die Haltung seines Freundes.

 

Wer den Feigenbaum erhält, soll die Frucht davon essen;

 

Wie sich das Gesicht im Wasser spiegelt,

so spiegelt sich das Herz von Freund zu Freund.

 

Die Hölle ist nie voll, Zerstörung ist nie vollendet,

das Auge des Menschen ist nie zufrieden.

 

Sei eifrig, zu wissen wie es den Lämmern geht,

und wisse um den Stand Deiner Herde.

 

Reichtümer sind nicht für ewig,

und hält die Krone über Generationen?

 

Das Getreide wächst, das Gras zeigt sich von selbst, und Kräuter können gesammelt werden. Die Lämmer sind für die Kleidung, und die Ziegen für die Pacht. Und für Dich sollst du haben Ziegenmilch genug, für Dich und Deinen Haushalt und Deine Mägde.

 

 

XXVIII

 

Der Böse flieht, auch wenn ihn keiner verfolgt.

Aber der Rechtschaffene ist mutig wie ein Löwe.

 

Es geht schlecht einem Land, das viele Prinzen hat;

Aber durch das Verständnis und das Wissen eines Mannes kann der Staat erhalten werden.

 

Ein Armer, der die Armen unterdrückt,

ist wie ein Unwetter, das nichts zurückläßt.

 

Die das Gesetz verachten, loben den Bösen;

aber wer das Gesetz liebt, streitet mit ihm.

 

Böse Menschen verstehen kein Gericht.

Aber die, die Gott suchen, verstehen alle Dinge.

 

Besser ist der Arme, der in seiner Aufrichtigkeit geht,

als der, der üble Wege geht, und sei er noch so reich.

 

Der das Gesetz hält, ist ein weiser Sohn.

Aber der Freund von Aufrührern ist eine Schande für den Vater.

 

Wer mit Wucher und Betrug sein Vermögen mehrt,

der soll es dem geben, der Mitleid mit den Armen hat.

 

Wer sein Ohr davon abwendet, das Gesetz zu hören,

dessen Gebet soll nicht erhört werden.

 

Der reiche Mann ist weise, nach seiner eigenen Meinung;

Aber der Arme mit Verstand durchschaut ihn.

 

Wenn die Rechtschaffenen Erfolg haben, gibt es großen Ruhm.

Aber wenn die Verschlagenen siegen, versteckt sich ein Mensch.

 

Wer seine Sünden verbirgt, soll nicht prosperieren.

Aber Gnade für den, der sie bekennt und bereut.

 

Glücklich ist der Mensch, der stets ehrfürchtig bleibt;
Aber der, der sein Herz hart macht, wird in Unglück fallen.

 

 

(XXVIII)

 

Wie ein brüllender Löwe und ein wütender Bär,

so ist ein unrechter Herrscher für die armen Leute.

 

Der Aufrechte soll gerettet sein;

Aber der auf verkehrten Wegen soll fallen.

 

Wer seinen Acker pflügt, soll genug Brot haben.

Aber der, der den Faulen hinterherrennt soll Armut genug haben.

 

Ein treuer Mensch soll gesegnet sein;

Aber der, der sich beeilt, reich zu werden, wird nicht unschuldig sein.

 

Es ist nicht gut, auf das Ansehen der Person zu vertrauen:

Wer würde sich nicht wandeln für ein Stückchen Brot?

 

Wer sich eilt, reich zu werden, hat ein böses Auge.

Er bedenkt nicht, daß Armut auf ihn kommen wird.

 

Der, der einen Mann zurechtweist,

ist besser als der, der mit seiner Zunge schmeichelt.

 

Wer seinen Vater oder seine Mutter beraubt und sagt, das sei Recht geschehen, das ist ein Freund der Zerstörung.

 

Das stolze Herz provoziert Streit.

Aber der, der sein Vertrauen in Gott gibt, der wird fett gemacht.

 

Wer den Armen gibt, soll keinen Mangel leiden.

Aber wer die Augen schließt, wird vielen Flüchen begegnen.

 

Wenn die Bösen triumphieren, verstecken sich die Menschen;

Aber wenn sie fallen, werden die Rechtschaffenen aufstehen.

XXIX

 

Wer auf Zurechtweisungen halsstarrig reagiert,

wird plötzlich zerstört werden, und ohne Bedauern.

 

Wenn die Rechtschaffenen regieren, jubeln die Leute;

Aber wenn die Üblen herrschen, klagen sie.

 

Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater;

Aber wer mit Tagedieben umgeht, verpraßt seine Substanz.

 

Der König gründet das Land durch Gerechtigkeit.

Aber wer Geschenke annimmt, zerstört es.

 

Ein Mensch, der seinen Nachbarn schmeichelt,

webt ein Netz für dessen Füße.

 

Wenn ein Böser sündigt, verstrickt er sich selbst;

Aber der Rechtschaffene singt und freut sich.

 

Der Rechtschaffene erwägt die Sache des Armen;

Aber der Böse gibt vor, davon nichts zu wissen.

 

Die Spötter bringen eine Stadt in Gefahr;

Aber weise Menschen wenden Zorn ab.

 

Wenn ein Weiser mit dem Narren streitet,

ob er nun lacht oder wütet, es gibt keine Ruhe.

 

Der Blutdürstige haßt den Aufrechten;

Aber der Gerechte sucht seine Seele.

 

Der Narr spricht aus, was er denkt;

Aber der Weise behält seinen Teil für sich.

 

Der Arme und der Betrüger treffen aufeinander:

Gott öffnet beiden die Augen.

 

Der König, der den Armen Gerechtigkeit gibt,

sein Thron soll sein für immer.

Der Stock und die Belehrung bringen Weisheit;

Aber ein Kind auf sich allein gestellt, bringt seiner Mutter Schande.

 

Wenn die Üblen viele werden, wächst die Gesetzlosigkeit;

Aber die Rechtschaffenen werden ihren Fall sehen.

 

Bestrafe Deinen Sohn, und er wird Dir Ruhe geben,

yeah, er wird Deine Seele erfreuen.

 

Siehe den Mann, der eilig mit seinen Worten ist:

Es gibt mehr Hoffnung für den Narren als für ihn!

 

Wer gewissenhaft seinen Diener von Kindheit an aufzieht,

soll ihn am Ende als Sohn haben.

 

Eines Menschen Stolz soll sein Fall sein.

Aber Ehre ist für die, die demütig im Geist sind.

 

Der Freund des Diebes schadet seiner Seele,

er hört die Flüche und hört nicht drauf.

 

Ein ängstlicher Mensch baut sich seine Falle:

Aber wer in Gott vertraut wird sicher sein.

 

Viele suchen des Herrschers Gunst:

Aber das Urteil spricht letztlich Gott.

 

Ein ungerechter Mensch ist abscheulich für den Gerechten;

und der Aufrechte ist abscheulich für den Übeltäter.

XXX

 

Dies sind die Worte von Agur, dem Sohn von Jakeh, seine weisen Worte, die der Mann sprach zu Ithiel und Ucal.

 

Sicherlich bin ich ein roher Mensch, und habe nicht das Verständnis Anderer. Ich habe weder Weisheit gelernt, noch das Wissen von den heiligen Dingen. Wer stieg auf zum Himmel oder kam herunter? Wer hat den Wind in seinen Fäusten gesammelt? Wer hat die Wasser gebunden? Wer hat die Enden der Welt geschaffen? Was ist sein Name, und was ist seines Sohnes Name, kannst Du das sagen?

Jedes Wort von Gott ist rein. Er ist ein Schild für die, die ihr Vertrauen in ihn legen. Füge nichts seinen Worten hinzu, damit Du nicht zurechtgewiesen wirst und als Lügner dastehst.

 

Zwei Dinge verweigere mir nicht vor meinem Tode:

Nimm weit weg von mir Eitelkeit und Lügen; gib mir weder Armut noch Reichtum; gib mir Nahrung, die passend für mich ist. Damit ich nicht voll werde und Dich verleugne und sage: Wer ist der Gott? Oder damit ich nicht arm bin und stehle und so den Namen meines Gottes verrate.

 

Es gibt eine Generation, die auf ihre Väter flucht und ihre Mütter nicht segnet. Es gibt eine Generation, die in ihren eigenen Augen rein ist, und die sich doch nicht von ihrem Schmutz gesäubert hat. Es gibt eine Generation, oh wie hochmütig sind ihre Augen? Und ihre Augenlider hoch erhoben! Es gibt eine Generation, deren Zähne sind wie Schwerter, und ihre Kiefer wie Mahlwerke, die Armen und Bedürftigen zu verschlingen und von der Erde zu treiben.

 

Es gibt drei Dinge die niemals zu befriedigen sind, und vier sagen nie: es ist genug: Das Grab; und der unfruchtbare Leib; die trockene Erde ohne Wasser; und das Feuer; sie sagen nie: es ist genug!

 

Es gibt drei Dinge, die sind zu wunderbar für mich, yeah, vier Dinge, die ich nicht weiß: Den Weg des Adlers in der Luft; den Weg der Schlange auf dem Felsen; Den Weg des Schiffes inmitten der See; und den Weg eines Mannes mit seiner Geliebten.

 

So ist der Weg der untreuen Frau: Sie ißt, wischt sich den Mund ab, und sagt: ich habe nichts Unrechtes getan!

 

Es gibt vier Dinge, die wenig auf der Erde gelten, aber außerordentlich weise sind: Die Ameisen sind ein Volk, nicht stark, aber sie bereiten ihr Fleisch im Sommer. Die Kaninchen sind schwach und bauen doch ihr Nest in Felsen. Die Heuschrecken haben keinen König, und doch Armeen. Die Spinne webt alleine, und wohnt doch in Königspalästen.

 

Es gibt drei Dinge, die gut gehen, ja, vier sind schön anzusehen: Der Löwe, das Stärkste der Tiere, der sich Niemandem beugt. Einen Jagdhund, ein Ziegenbock, und einen König, gegen die man sich nicht erheben kann.

 

Wenn Du närrisch warst, und dich gepriesen hast, oder schlecht gedacht hast, lege Deine Hand auf Deinen Mund. So sicher, wie das Schlagen der Milch Butter hervorbringt, und das Schlagen der Nase Blut, so bringt das Aufrühren von Zorn Streit hervor.

 

 

XXXI

 

Die Worte von Lemuel, die Weisheit, die seine Mutter ihn lehrte:

 

Was mein Sohn? Und was, Frucht meines Leibes? Und was, Sohn meiner Eide?

Gib deine Stärke nicht den Frauen und nicht dem, was Könige zerstört.

Es ist nicht Sache des Königs, o Lemuel, es ist nicht Sache der Könige, Wein zu trinken, und starke Getränke sind nicht für Prinzen. Damit sie nicht trinken, und das Gesetz vergessen, und die Gerechtigkeit für die Geplagten pervertieren. Gebe starke Getränke denen, die bereit sind zu sterben, und Wein denen mit einem schweren Herzen. Laß sie trinken, daß sie ihre Armut vergessen und ihr Elend nicht mehr spüren.

Öffne Deinen Mund für die Sache der Dummen, die sonst der Zerstörung anheimfallen. Öffne Deinen Mund, richte gerecht, und bedenke den Fall der Armen und Bedürftigen.

 

 

 

 

 

Wer kann eine tugendhafte Frau finden? Sie hat weit mehr Wert als Rubine! Das Herz ihres Mannes vertraut ihr sicher und ihr wird nichts fehlen. Sie wird ihm Gutes tun und nicht Schlechtes, alle Tage ihres Lebens. Sie spinnt Wolle und Flachs und arbeitet gerne mit ihren Händen. Sie ist wie das Schiff der Kaufleute: sie bringt das Essen von weit her. Sie steht auf, während es noch Nacht ist, und bereitet das Frühstück für ihren Haushalt und ihre Diener. Sie sucht ein Feld aus und kauft es; mit den Früchten ihrer Hände baut sie einen Weingarten. Sie kräftigt ihre Beine und hat starke Arme. Sie sorgt dafür, das ihr Handel gut ist, und ihre Kerze geht nicht aus in der Nacht. Sie legt ihre Hände auf die Spindel und bedient den Rocken. Sie reicht ihre Hände den Armen, ja, sie reicht ihre Hände den Bedürftigen. Sie fürchtet nicht den Schnee, denn alle ihres Haushalts sind mit Schals gekleidet. Sie macht sich selbst Decken; ihre Kleidung ist aus Seide und Purpur. Ihr Mann ist in den Toren der Stadt bekannt, wenn er bei den Älteren des Landes sitzt. Sie macht feines Leinen und verkauft es; und gibt den Kaufleuten Gürtel. Stärke und Ehre sind ihre Kleidung, und sie wird sich erfreuen an den Zeiten die kommen. Sie öffnet ihren Mund mit Weisheit, und auf ihrer Zunge liegt das Gesetz des Mitgefühls. Sie kümmert sich gut um die Wege ihres Haushalts, und ißt nicht das Brot der Faulheit. Ihre Kinder wachsen auf und nennen sie gesegnet, so wie ihr Mann, der sie anbetet.

Gunst ist trügerisch und Schönheit ist eitel, aber eine gottesfürchtige Frau, sie soll gelobt sein. Gib ihr die Früchte ihrer Arbeit, und laß ihre Arbeit in den Toren der Stadt gerühmt sein.