Der Prophet Isaiah

 

Vorbemerkung: Der Prophet Isaiah enthält Texte aus der Zeit von ca 760 bis 698 vor Christus. Es war eine politisch bewegte Zeit, in der das Großreich in das Land Judahs und Israel einfällt, um es zu erobern, tributpflichtig zu machen, oder um Sklaven zu verschleppen. In den Texten Isaiahs werden diese Ereignisse als Strafe Gottes gedeutet, die die Juden erleiden, weil sie nicht gehorsam waren. Teilweise ist auch von Naturkatastrophen die Rede, und davon, daß von Zehnen nur einer übrig bleibt. Trotz alldem bleibt in dieser Zeit die staatliche Struktur Judahs intakt. Wenn in Karten allerdings ein riesiges Gebiet assyrisch beherrscht wird, mit der einen unabhängigen Enklave von Judah um Jerusalem, dann darf schon bezweifelt werden, daß es eine tatsächliche Unabhängigkeit gab. Vielmehr ist davon auszugehen, daß die Könige Judahs in dieser Zeit (ab 740 v.Chr.), tributpflichtig, also Vasallen Assyriens waren.

Die Bibel erzählt es allerdings so, daß Judah durch einen Engel Gottes gerettet wurde, der in einer Nacht 180.000 assyrische Soldaten erschlug, so daß die Armee daraufhin abzog.

Darüberhinaus sind im Buche Isaiah Prophezeiungen zu finden, die die darauf folgenden Jahrhunderte betreffen. Heute würden wir davon ausgehen, daß eine recht genaue Vorhersage bestimmer Ereignisse wahrscheinlich erst im Nachhinein abgefasst wurde, aber das ist unsere heutige begrenzte Sicht. Ich nehme diese Texte als lyrische Prosa, die nur am Rande von konkreten Ereignissen erzählt, deren Fokus aber auf den Grundprinzipien der conditio humana liegt.

Meine Übertragung, oder Nachdichtung, macht daher gar nicht erst den Versuch, eine stringente historische Geschichte nachzuerzählen, dies haben andere bereits zur Genüge getan. Mir geht es darum, eine lesbare Version des teils kryptischen, teils voll redundanter Wiederholungen steckenden Textes zu erstellen, die nicht mehr sein kann, als eine erste, recht oberflächliche, Annäherung. Damit wir Nichtbibelwissenschaftler auch in etwa wissen können, wovon die Rede ist.

Dennoch unterteile ich den Text in historische Abhandlungen und religiöse. Diese Unterteilung ist teilweise willkürlich, aber ich hoffe, die Lesbarkeit so zu erhöhen, indem wenigstens ansatzweise eine Chronologie nachvollziehbar wird.

 

 

740 Assyrien erobert Samaria (das nördliche Königreich)

607 Zerstörung Jerusalems

539 Eroberung Babylons durch Cyrus (Perser und Meder)

331 Unterwerfung Medo-Persiens durch die Griechen

 

 

 

 

 

Jerusalems Fall und Auferstehung

1-4, bc ca 760

 

Dies sind die Visionen von Isaiah, dem Sohn des Amoz, in Judah und Jerusalem in den Zeiten der Könige Uzziah, Jotham, Ahaz und Hezekiah.

 

Hört, ihr Himmel, und neigt die Ohren, Erde; denn Gott hat gesprochen: Ich habe Kinder ernährt und aufgezogen, und sie haben sich gegen mich aufgelehnt!

Der Ochse kennt seinen Besitzer, und der Esel weiß, wo seine Krippe steht, nur Israel weiß es nicht, meine Leute überlegen nicht. Es ist eine sündige Nation, ein Volk beladen mit Bosheit, eine Saat von Unholden, verdorbenen Kindern; sie haben Gott verraten, sie haben den heiligen Gott Israels verärgert, sie haben sich vor ihm versteckt.

Wozu noch sie erziehen? Sie werden mehr und mehr rebellieren, der ganze Kopf ist krank und das Herz schwach. Vom Kopf bis Fuß gibt es keine Gesundheit, nur Wunden, Beulen und ungezählte Leiden, weder mit Tüchern verbunden noch mit Öl behandelt.

Also wird Dein Land verwüstet, Deine Städte mit Feuer verbrannt, Dein Land von Fremden heimgesucht und überwältigt werden. Und die Tochter Zion bleibt als Hütte am Weinberg, als Verschlag im Gurkengarten, als belagerte Stadt.

Würde Gott nicht ein paar von uns verschonen und übrig lassen, wir wären wie Sodom und Gomorrah gewesen.

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Wie kommt es, daß diese treue Stadt eine Dirne geworden ist? Sie war voll von Gerechtigkeit, aber nun hausen Mörder in ihr. Das Silber ist schmutzig geworden, der Wein verpanscht. Die Prinzen sind rebellisch und Freunde von Dieben; jeder liebt Geschenke und folgt den Belohnungen, aber hilft nicht den Vaterlosen, nimmt sich nicht der Sache der Witwen an.

Deswegen sagt Gott, der mächtige Herr Israels: Ich will mich von meinen Gegnern befreien, und mich an meinen Feinden rächen: Ich werde meine Hand über Euch bringen, und den ganzen Schmutz wegbrennen.

Dann werde ich die Richter und Berater wieder einsetzen, wie in den ersten Zeiten, und Zion soll in Rechtschaffenheit wieder auferstehen und die Stadt der Rechtschaffenheit, die treue Stadt genannt werden.

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Gott hat das Haus Jakob verlassen, weil sie sich Frauen aus dem Osten nehmen, weil sie weiche Rede führen wie die Philister und sich an den Kindern der Fremden erfreuen, deren Länder voll sind mit Silber und Gold. Ohne Ende sind ihre Schätze, sie haben Pferde genug mit unzähligen Wagen, und sie haben Götzen, sie verehren die Arbeit ihrer eigenen Hände, die sie mit ihren eigenen Fingern gemacht haben! Und der gemeine Mann kniet nieder und der Noble unterwirft sich.

Aber wer stolz paradiert, wird gedemütigt werden, und die Überheblichkeit der Menschen wird gebrochen werden, und Gott alleine soll gepriesen sein an dem Tag. Denn der Tag des Herrn wird auf jeden kommen, auf jeden Stolzen, jeden Hochgestellten, und sie werden niedergeworfen werden, wie auch die Zedern von Libanon, die in den Himmel reichen, und die Eichen von Bashan, und die hohen Hügel und Berge, und jeder hohe Turm und jede Grenzmauer, und die Schiffe von Tarshish, und die hübschen Bilder, mit denen ihr Eure Götter verehrt.

Also geht in die Löcher der Felsen und in die Höhlen der Erde wenn der Tag kommt, und fürchtet Gott, wenn er die Erde erschüttern wird.

An dem Tag werden die goldenen und silbernen Götzen, die ihr für euch selber gemacht hat, unter die Ziegen und Fledermäuse geworfen! Also flieht, ihr Narren, flieht in die Höhlen! Geht in die Felsen, versteckt euer Gesicht im Staub, aus Ehrfurcht vor Gott und für seine Ehre!

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Denn Gott wird Jerusalem und Judah alles wegnehmen, den Stock und das Brot und das Wasser, den Mächtigen und den Krieger, den Richter und den Propheten, den Klugen und den Alten, den Herrn der Fünfziger, den Ehrbaren und den Berater, den fähigen Handwerker und den Künstler. Und ich werde ihnen Kinder als Fürsten geben und Babys als Herrscher.

Und die Leute werden geplagt sein, jeder von dem Anderen, Nachbar vom Nachbarn. Das Kind zeigt sich stolz gegen den Alten, und der Einfache gegen den Ehrbaren.

Jerusalem ist zerstört und Judah gefallen, weil ihre Zunge und ihre Taten gegen Gott gerichtet waren, seinen Augen zum Trotz. Ihre Haltung ist Zeuge gegen sie, und sie zeigen sie wie Sodom, sie verstecken es nicht! Wehe ihren Seelen! Sie haben sich selbst schlecht belohnt!

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Meine Leute stehen unter dem Joch der Kinder und werden von Frauen beherrscht. Die, die sie führen, verleiten sie zum Irrtum und weg vom rechten Pfad.

Aber Gott wird aufstehen, sie zu richten. Denn sie haben den Weingarten verprasst, und Beute von Armen in ihren Häusern.

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Und die Töchter von Zion, mit ihren stolzen Hälsen und begehrenden Augen, mit ihrem Trippelgang und dem Klimpern der Füße, Gott wird ihnen die Krone vom Kopf schlagen und ihre Geheimnisse enthüllen. An dem Tag wird Gott ihnen die klingelnden Ornamente von den Füßen reißen, ihre Hauben und Schals, ihre Ketten und Armreifen, ihre Kopfbänder und Ohrringe, ihre Ringe und Nasensteine, ihre aufreizenden Kleider, ihre Mäntel und Sticker und Wimpel, ihr feines Leinen und ihr Glas, die Umhänge und die Schleier. Und anstatt der feinen Düfte wird es stinken, und statt Gürteln wird es Risse geben, statt Haar Kahlheit, statt Schönheit Brände, und ihr sollt in Sackleinen gehen. Eure Männer werden durch das Schwert fallen, und an den Toren wird Trauer und Klage sein und voll Verzweiflung werden sie am Boden sitzen.

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Und sieben Frauen werden zu einem Mann kommen und sagen, wir werden unser eigenes Brot essen, nur gib du uns deinen Namen, das wir wieder gerufen werden können.

An dem Tag wird der Zweig Gottes wieder in Schönheit aufblühen, und die Früchte der Erde werden gut sein für die, die aus Israel entkommen sind. Und wer übrig geblieben ist in Zion und Jerusalem, wird heilig sein. Wenn Gott den Schmutz der Töchter Zions hinweggewaschen hat, und das Blut Jerusalems gereinigt, durch den Geist des Gerichts und des Feuers.

Und Gott wird jede Hütte auf dem Berg Zion schützen, durch Wolken am Tag und ein leuchtendes Feuer in der Nacht, damit sie sicher sind. Und sie werden einen Schutz haben vor der Hitze des Tages und vor den Stürmen und dem Regen.

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Und es wird geschehen in den letzten Tagen, daß der Berg des Haus Gottes über den Bergen stehen wird, und alle Völker werden dahin pilgern. Und viele Leute werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg Gottes gehen, zu dem Haus Jakobs, und er wird uns seine Wege lehren, und wir werden auf seinen Pfaden wandern. Denn von Zion soll das Gesetz kommen, und das Wort Gottes von Jerusalem.

Und er wird herrschen unter den Völkern, und viele Menschen lehren: Und sie werden ihre Schwerter zu Pflügen machen und ihre Speere zu Harken; die Völker werden ihre Schwerter nicht mehr gegeneinander erheben, und keinen Krieg mehr lernen. Komm, Haus von Jakob, und laß uns im Licht Gottes wandeln!

 

 

Mahershalal Hashbaz

8, bc 742

 

Gott sagte zu mir, nimm eine Rolle und schreibe die Geschichte von Mahershalal Hashbaz auf.

Ich ging zu einer Priesterin und sie empfing und gebar einen Sohn. Da sagte Gott zu mir: „Nenne ihn Mahershalal Hashbaz, das heißt: Eile zur Beute. Denn noch bevor das Kind, „mein Vater“ oder „meine Mutter“ rufen kann, werden die Reichtümer Samarias vor die Füße des Königs von Assyrien gelegt werden.“

Denn weil die Leute die ruhigen Wasser von Shiloh verachten und lieber sich mit Remaliahs Sohn vergnügen, darum wird Gott die Wasser des Flusses anschwellen lassen, starke und viele Wasser werden kommen, und es wird die Flußbetten verlassen und über alle Ebenen reichen, und das Spreizen seiner Flügel soll die Weite des Landes füllen, durch ganz Judah bis zum Hals! Rauft Euch zusammen, Ihr Leute, und ihr werdet in Stücke gehauen werden, rüstet Euch, und ihr werdet in Stücke gehauen. Euer Rat wird Euch nichts nützen und Eure Gebete sind vergebens.

 

So sprach Gott wieder zu mir und befahl mir, nicht den Weg dieser Leute zu gehen: „Sage du nur: „Keine Allianz!“, zu denen, die sich Allianzen wünschen. Und fürchte Dich nicht vor ihrer Furcht!“

Bete zu Gott alleine, und laß ihn Deine Furcht sein, und ihn allein Dein Schrecken. So wird er eine Zuflucht sein, auch wenn Du ein Stolperstein, eine Todestrommel zu sein scheinst für die Häuser von Israel und Judah. Und viele von ihnen werden stolpern und fallen, und gebrochen und gefangen werden.

 

Binde Dir das Testament um den Hals. Das Gesetz und das Testament: Wer nicht mit ihnen in Übereinstimmung steht, der hat kein Licht in sich.

Ich werde auf Gott, der sein Gesicht vom Haus Jakob abgewendet hat, warten und hoffen: Wahrlich, die Kinder, die Gott mir gegeben hat, stehen für Zeichen und Wunder in Israel, die Gott, der auf dem Berg Zion wohnt, tut.

Der Untergang von Damascus.

17, BC 741

 

Siehe, Damascus wird keine Stadt mehr sein, nur ein ruinierter Haufen. Die Städte von Aroer sind verloren, die Tiere werden sich in ihr niederlassen und von niemandem aufgeschreckt. Der Schnitter kommt und wie er die Ähren erntet mit vollen Armen so erntet er auch die Ohren im Tal von Rephaim, und nur was an Nachlese bleibt, zwei Beeren oben am Olivenbaum und fünf an den äußersten Zweigen, werden leben.

An jenem Tag werden die starken Städte ein vertrockneter Ast sein, denn ihr habt den Gott Eurer Erlösung vergessen, und nicht auf dem Fels Eurer Stärke gebaut, sondern zieht fremde Pflanzen groß für ihren seltenen Geschmack.

Wehe den vielen Menschen, die einen Lärm machen wie das Meer, und den Umtrieben der Völker, die umhereilen wie mächtige Wasser! Gott wird sie zurechtweisen, und sie werden weit fliehen, und sie werden gejagt wie der Spreu am Berg vom Wind.

 

 

 

Der Untergang des Tals der Visionen

22, bc 712

 

Was treibt Euch, Ihr, die ihr alle auf die Hausdächer geht? Ihr seid aufgebracht, eine lebhafte Stadt, eine freudvolle Stadt:

Ich werde bitter weinen über die Vernichtung meiner Leute. Denn Gott schickt einen Tag des Ärgers, der Zerstörung und der Verstörung in das Tal der Visionen, ein Tag des Mauerniederreißens und des Weinens zu den Bergen. Und Elam füllt die Wagen mit Männern und Köchern, und Kir hebt den Schild.

Und es wird passieren, daß die besten Täler mit Wagen gefüllt sind, und die Reiter sich vor den Toren verschanzen. Und so wird Judah erobert.

Ihr habt das Wasser im unteren Graben gesammelt, ihr habt die Häuser Jerusalems gezählt, und manche niedergerissen um die Mauer zu verstärken. Und ihr habt einen Graben gezogen zwischen den zwei Mauern für das Wasser des alten Grabens. Aber ihr habt nicht auf den Schöpfer davon geschaut, und auch keinen Respekt gehabt für den, der ihn lange vor deiner Zeit baute.

So lasst uns froh sein und feiern, schlachtet Ochsen, tötet Schafe. Lasst uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben.

 

Der Untergang von Tarshish.

23, bc 715

 

Heult, ihr Schiffe von Tarshish! Denn Euer Land ist verwüstet, es gibt kein Haus mehr, kein Heimkommen. Seid still, ihr Einwohner der Insel, ist dies eure freudvolle Stadt, erbaut in den alten Tagen?

Wer hat diesen Rat gegen Tyros gewebt, die Krönungsstadt, deren Händler Prinzen sind, durch die die Großen der Welt reisen?

Gott hat es so vorgeschlagen, um einen Fleck auf ihren Ruhm zu geben, zur Verachtung der Hochgeborenen der Erde

Gehe durch durch dein Land wie ein Fluß, Tochter von Tarshish, es gibt keine Stärke mehr: Er streckte seine Hand aus über das Meer, er erschütterte die Königreiche.

Gott hat einen Befehl gegeben gegen die Kaufmannsstadt, ihre Festungen zu zerstören. Und er sagte: „Du sollst dich nicht mehr freuen, gefangene Jungfrau, Tochter von Zidon: Steh auf, geh rüber nach Chittim. Aber auch dort sollt ihr keinen Frieden finden. Heult, ihr Schiffe von Tarshish: Eure Stärke ist vergangen.“

 

Und es soll passieren an dem Tag, das Tyrosh siebzig Jahre vergessen sein soll, gemäß den Jahren eines Königs. Aber am Ende der siebzig Jahre soll Tyros singen wie eine Freudenmädchen. Nimm eine Harfe, gehe durch die Stadt, du vergessenes Mädchen, mache eine süße Melodie, singe viele Lieder, das du erinnert wirst.

Und nach den siebzig Jahren soll es passieren, daß Gott Tyros besuchen wird, und der Handel wird zu ihr zurück kommen, und mit allen Königreichen auf dem Gesicht der Erde wird sie verkehren. Und ihr Handel soll Gott heilig sein: Und der Reichtum soll nicht aufgespart oder weggesperrt werden, denn der Handel ist für die, die vor Gott auf der Erde leben, um reichlich zu essen und gut sich zu kleiden.

 

 

Der Untergang Ariels

29, bc712

 

Wehe Ariel, Wehe Ariel, der Stadt in der David wohnte! Du wirst von Gott mit Donner besucht werden, mit Erdbeben und großem Lärm, mit Sturm und Hagel, und der Flamme des verzehrenden Feuers.

Es soll wie der Traum einer nächtlichen Vision sein, wie wenn ein Hungernder träumt, und im Traum ißt er, aber wenn er aufwacht ist sein Magen leer. Oder wie wenn ein Durstender träumt er trinke, und wenn er aufwacht ist er schwach und sein Körper verlangt nach Wasser.

Bleibt bei Euch und wundert, ruft es aus: Sie sind trunken, aber nicht mit Wein, sie stolpern, aber nicht vom Schnaps.

Denn Gott hat auf Euch ausgeschüttet den Geist des tiefen Schlafs und Eure Augen geschlossen: Die Propheten und die Herrscher, Gott hat sie verborgen.

Und Eure Sicht von Allem ist wie ein Buch, das versiegelt ist, und zu einem gebracht wird, der lesen kann und dem gesagt wird: lies das, der aber sagt: Ich kann es nicht lesen, es ist versiegelt.

 

Die Leute kommen mir nahe mit dem Mund, und preisen mich mit den Lippen, aber ihre Herzen sind weit von mir entfernt. Die Weisheit ihrer Weisen ist verschwunden und das Verständnis des Klugen versteckt.

Wenn ihr die Dinge auf den Kopf stellt, seid ihr wie der Lehm des Töpfers: Soll denn die Arbeit den verleugnen, der sie gemacht hat? Oder soll das Ding, das geformt wurde, von dem sagen, der es geformt hat, er hatte keinen Verstand?

 

An jenem Tag werden die Tauben das Wort des Buches hören, und die Augen des Blinden werden aus der verborgenen Dunkelheit herausschauen. Die Schwachen und Armen werden vor Gott fröhlich sein, denn der Grausame ist zu Nichts geworden, der Spötter, und all die Ungerechten sind vergangen, die aus Wörtern Untaten machen, die Fallen stellen für die Leute im Tor, die das Recht vergessen für ein Ding, das nichts ist.

Die geirrt haben, werden verstehen, und die gemurrt haben, fangen an zu lernen.

 

 

 

Die Klage um Moab

15-16, BC 726:

 

In der Nacht sind in Moab die Städte Ar und Kir verwüstet und still geworden.

Und Moab weint auf den Hohen Plätzen von Bajith und Dibo.

Ihre Köpfe sind kahl, die Bärte rasiert, gekleidet sind sie mit Sackleinen;

auf ihren Häusern und in ihren Straßen weinen sie.

Heshbon weint, und Elealeh; und ihre Stimme hört man noch in Jahaz.

 

Mein Herz weint für Moab; Die Menschen fliehen nach Zoar.

Mit einer jungen Kuh gehen sie weinend hoch nach Luhith.

Und auf dem Weg nach Horonaim schreien sie aus Verzweiflung über die Zerstörung.

Die Wasser von Nimrim vergehen, und das Heu verfault,

das Gras vertrocknet und es gibt nichts Grünes.

Und mit ihrer Habe, die sie tragen können,

gehen sie ins Tal der Araber, zum Weidenbach.

Und die Wasser von Dimon werden voll Blut sein,

und Löwen werden den Flüchtenden zusetzen.

 

Moab, wie ein Vogel, der aus dem Nest gefallen ist, steht vor den Furten von Arnon.

Höre Rat: sei gerecht, gebe Deinen Schatten am Mittag wie die Nacht,

verstecke die Verstoßenen, entlaste den, der wandert.

Bleibe geheim vor dem Gesicht des Räubers,

denn der Eroberer ist an seinem Ende, der Beuteräuber verschwindet,

der Unterdrücker wird vernichtet von dem Land.

Und in Gnade soll der Thron wieder errichtet werden;

rechtschaffen richtend, und Gerechtigkeit suchend,

 

Wir haben vom Stolz und der Überheblichkeit Moabs gehört;

Aber nun wird Moab über Moab weinen:

Über den Fundamenten von Kir-Haraseth weinen sie, denn sie sind vernichtet.

Schmachte nach den Feldern von Heshbon, nach dem Wein von Sibmah:

Die Fürsten der Heiden haben die besten Pflanzen herausgerissen,

und sie kommen auch nach Jazer, durch die Wildnis,

ihre Zweige sind ausgestreckt, sie gehen über das Meer.

Deswegen werde ich mit den Tränen von Jazer den Wein von Sibmah beweinen.

Ich werde ihn wässern mit meinen Tränen,

 

Oh Heshbon und Elealeh: Deine Sommerfrüchte und Deine Ernte ist nicht mehr.

Die Freude ist verschwunden, der Frohsinn aus den reichen Feldern;

in den Weingärten ist kein Gesang, in den Pressen ist kein Wein.

Deswegen spiele ich ein Lied auf der Harfe für Moab und für Kir-haresh.

 

 

 

740 v.Chr. Das Heer von Assyrien steht vor Jerusalem.

36-37, bc 710

 

Es geschah im vierzehnten Jahr des Königs Hezekiah, das Sennacherib, der König von Assyrien, die verteidigten Städte Judahs angriff und erobern wollte.

 

Der König Assyriens sendete Rabshakeh aus Lachisch mit einer großen Armee nach Jerusalem und zu König Hezekiah. Als sie vor den Toren der Staft auf den Zuwegen und Feldern standen, ging Eliakim, Hilkiahs Sohn, mit Shebna und Joah, Asaphs Sohn, als Zeugen und Schreiber, zu Rabshakeh aus Lachisch, dem General des Königs.

Und Rabshakeh sagte zu ihnen: „Fragt Hezekiah: Was ist das für ein Vertrauen, das du hast? Ich sage Dir: Ich habe Rat und Stärke zum Krieg. Auf was vertraust du, daß du gegen mich rebellierst?

Ja, du vertraust auf diesen zerbrochenen Stab, auf Ägypten, doch wenn sich ein Mann darauf stützt, wird der Stab ihm in die Hand stechen. So ist der Pharaoh, König von Ägypten, für alle, die auf ihn trauen.

Aber wenn du mir sagst: Wir vertrauen auf unseren Gott, nun, besser ihr sendet eure Bitten an den König von Assyrien. Ich gebe Euch zweitausend Pferde, wenn ihr Männer habt, sie zu reiten.

Bin ich denn hier ohne Euren Gott, das Land zu zerstören? Gott sagte mir: Nimm dies Land und zerstöre es!“

Da sagten Eliakim und Shebna und Joah zu Rabnakesh: „Sprecht bitte nicht jüdisch in Hörweite der Menschen auf der Mauer, sondern in Eurer eigenen Sprache, denn wir können sie verstehen.“

Aber Rabshakeh sagte: „Hat mein Herr mich nicht hierhergeschickt, um mit Euch und Eurem Herrn zu sprechen? Hat er mich nicht zu den Männern auf der Mauer geschickt, daß sie ihre eigene Scheiße essen sollen und ihre eigene Pisse trinken.“

Und Rabshakeh stand auf und rief mit lauter Stimme in der jüdischen Sprache: „Hört die Worte des großen Königs von Assyrien! Lasst Euch nicht von Hezekiah täuschen! Er wird Euch nicht retten können. Laßt euch nicht täuschen von seinem Vertrauen in Gott, der euch erretten würde. Hört nicht auf Hezekiah, denn so sagt der König von Assyrien: Macht eine Vereinbarung mit mir durch ein Geschenk, und kommt heraus zu mir: Jeder trinke seinen Wein und esse seine Früchte, und jeder trinke das Wasser seiner eigenen Zisterne. Bis ich komme und euch fort bringe in ein anderes Land, gleich dem Euren, ein Land von Korn und Wein, ein Land von Brot und Weingärten. Hütet Euch vor Hezekiah, der sagt, Euer Gott würde Euch retten. Hat irgend ein Gott der Nationen sein Land gerettet gegen den König von Assyrien? Wo sind die Götter von Hamath und Arphad? Wo sind die Götter von Sepharvaim? Und haben sie Samaria vor meiner Hand gerettet? Wer sind die unter den Göttern, die ihr Land vor meiner Hand gerettet haben? Was also kann Euer Gott tun, Jerusalem meiner Hand zu entreißen?“

Aber sie blieben still und antworteten nicht ein Wort, denn so war des Königs Befehl: Antworte ihm nicht.

 

Und es geschah, als König Hezekiah davon hörte, daß er seine Kleidung zerriss und sich Sackleinen umwarf und in das Haus Gottes ging. Und er sendete Eliakim, den Verwalter und Shebna den Schreiber in Sackleinen gekleidet zu Isaiah dem Propheten, den Sohn des Amoz.

Und sie sagten zu ihm: „So sagt Hezekiah: Dies ist ein Tag des Jammers, der Zurechtweisung, der Blasphemie: Denn die Kinder kommen zur Geburt, aber es ist keine Kraft für die Geburt da. Vielleicht wird Gott die Worte von Rabshakeh hören, den der König von Assyrien gesendet hat, unserem Gott zu spotten: Deshalb erhebe Deine Stimme zum Gebet für die, die übrig sind.“

Und Isaiah sagte zu ihnen: „Dies sollt ihr eurem Herrn sagen, Gott sagt, fürchtet Euch nicht vor den Worten die ihr gehört habt, mit denen die Diener des Königs von Assyrien mir gespottet haben. Wahrlich, ich werde eine Explosion auf ihn schicken, und er wird ein Rumoren hören, und in sein Land zurückkehren. Und ich werde dafür sorgen, daß er dort durch das Schwert fällt.“

 

Hezekiah erhielt den Brief der Botschafter und nachdem er ihn gelesen hatte, ging er in das Haus Gottes und breitete ihn dort aus. Und Hezekiah betete: „Gott von Israel, der du wohnst zwischen den Cherubim, du bist Gott, du allein, von allen Königreichen der Erde; Du hast Himmel und Erde gemacht.

Neige Dein Ohr, Gott, und höre, öffne Deine Augen, Gott, und sehe. Und höre die Worte, die er dir zum Vorwurf schickte.

Der König von Assyrien hat alle Länder und Völker vernichtet, und hat ihre Götter ins Feuer geworfen, denn sie waren keine Götter, sondern Menschenwerk, Holz und Stein. Rette uns vor seiner Hand, daß alle Königreiche der Erde wissen, daß du alleine Gott bist, du alleine!“

 

Dann sandte Isaiah seine Antwort zu Hezekiah: „Dies sagt Gott zu Sennacherib: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich, und lacht dir zum Spott. Die Tochter Jerusalems schüttelt den Kopf über dich, Wen hast du blasphemisch angegriffen? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben, und deine Augen nach oben ausgestreckt? Gegen den heiligen Gott!

Du hast gesagt: Durch meine Vielen Wagen bin ich auf die hohen Berge gekommen, zu den Seiten des Libanons; und ich werde die großen Zedernbäume niederfällen, und die ausgewählten Tannen im Walde von Carmel. Ich habe gegraben und Wasser getrunken; und mit der Sohle meiner Füße habe ich die Flüsse der belagerten Städte ausgetrocknet.

Hast du nicht schon gehört, was ich gemacht habe, wie ich die Welt aus ihrem Anbeginn schuf. Jetzt habe ich Dir erlaubt, diese armseligen Städte in Ruinenhaufen zu verwandeln. Deswegen waren ihre Bewohner schwach, sie waren bestürzt und verblüfft; sie waren wie das Gras des Feldes, wie grüne Kräuter, wie das Gras auf dem Hausdach, wie Korn das vor seiner Zeit aus dem Halm fällt.

Aber ich weiß wo du wohnst, und wann du kommst und wann du gehst, und ich kenne deinen Zorn auf mich. Und wegen dieses Zorns werde ich meinen Haken in deine Nase schlagen, und mein Zaumzeug in deine Lippen, und ich werde dich dahin zurückzerren, wo du herkamst.

Du sollst nicht in diese Stadt kommen, nicht einen Pfeil schicken, nicht mit Schildern anrücken und keinen Angriff wagen. Den Weg den du kamst, wirst du zurückgehen und nicht in diese Stadt kommen. So spricht Gott. Denn ich werde diese Stadt verteidigen und sie meinetwillen retten, und um meines Diener Davids willen.“

 

Und zu Hezekiah sagte Isaiah: „Dies soll dein Zeichen sein: Du sollst dieses Jahr das essen, was von selber wächst, und das zweite Jahr das, was aus demselben kommt, und das dritte Jahr sollst du säen und ernten und Weingärten pflanzen und die Früchte davon essen. Und die Übriggebliebenen aus dem Hause Judah sollen wieder Wurzeln schlagen und Früchte tragen.“

 

Da kam der Engel Gottes und erschlug im Camp der Assyrer hundert und viermalzwanzig und fünftausend Männer. Und als sie erwachten früh am Morgen, waren es alles tote Leichen. So ging Sennacherib, der König Assyriens, wieder zurück nach Ninive. Und es geschah, während er im Haus von Nisroch, seinem Gott, betete, daß seine Söhne Adrammelech und Sharezer ihn mit dem Schwert erschlugen und nach Armenien flohen. Und sein Sohn Esar-haddon regierte an seiner Statt.

Hezekiah ist krank

38

 

Und es geschah, daß König Hezekiah todkrank war. Isaiah kam zu ihm und sagte: So sagt Gott: „Bringe deine Sachen in Ordnung, denn du sollst sterben und nicht leben.“

Da setzte sich Hezekiah mit dem Gesicht zur Wand und betete: „Mein Gott, erinnere Dich, ich flehe Dich an, wie ich vor Dir in Wahrheit gewandelt bin und mit einem guten Herz, und das getan habe, was richtig in Deinen Augen war.“

Und Hezekiah weinte bitter.

Da kam das Wort Gottes zu Isaiah, sagend: „Geh und sag Hezekiah, so sagt Gott, der Gott von David, deinem Vater: Ich habe Dein Gebet erhört, ich habe Deine Tränen gesehen. Siehe, ich werde Deinen Jahren fünfzehn hinzufügen. Und ich werde Dich und diese Stadt aus der Hand des Königs von Assyrien retten und diese Stadt verteidigen.

Und dies soll dein Zeichen sein: Ich werde die Sonne, gemäß der Sonnenuhr von Ahaz, um zehn Grad zurück setzen.“

 

Das Schreiben von König Hezekiah:

„Ich sagte, während ich vom Leben scheide, ich gehe zu den Toren meines Grabes. Ich werde Gott nicht mehr im Land der Lebenden sehen. Mir wurde die Wohnstatt meiner Jahre genommen. Ich werde nicht mehr Menschen treffen unter den Einwohnern der Erde. Meine Jahre sind fortgegangen, mein Leben ist von mir weggeschnitten, wie das Ende des Fadens. Er wird mich abschneiden mit stechenden Schmerzen: Vom Tag bis zur Nacht machst du ein Ende mit mir.

Ich grübelte bis zum Morgen, das du wie ein Löwe all meine Knochen brechen wirst.

Wie ein Kranich oder eine Schwalbe schwatzte ich; Ich jammerte wie eine Taube; meine Augen scheiterten, aufzusehen: Mein Gott, ich trag so schwere Last; errette mich! Er hat es gesprochen und getan; auf meinen Frieden kam die große Bitternis.

 

Mein Gott, durch diese Dinge leben die Menschen, und in diesen Dingen ist das Leben meines Geistes: So willst du mich erretten, und mach mich leben.

Wahrlich, denn für den Frieden hatte ich große Bitternis: Aber du hast aus Liebe für meine Seele sie aus den Gruben der Fäulnis geholt; du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen.

Denn das Grab kann dich nicht preisen, der Tod kann dich nicht feiern; die, die in die Grube gehen, können nicht auf deine Wahrheit hoffen.

Die Lebenden, nur die Lebenden, können dich preisen, so wie ich es heute tue. Der Vater erklärt den Kindern deine Wahrheit.

Gott war bereit, mich zu retten; deswegen singen wir meine Lieder zu den Saiteninstrumenten alle Tage unseres Lebens im Haus Gottes.

Denn Isaiah sagte: Nimm ein paar Feigen, zerkoche sie auf dem Ofen und mache einen Pflaster daraus, und er wird genesen.

Hezekiah zeigt seine Schätze

39, bc712

 

In jenen Tagen sendete Merodach, der Sohn des Baladan, König von Babylon, Briefe und Geschenke zu Hezekiah, denn er hatte gehört, daß er krank gewesen war und wieder genesen.

 

Und Hezekiah empfing froh die Botschafter und zeigte ihm das Haus mit seinen wertvollen Dingen, dem Silber, dem Gold, den Gewürzen, die kostbaren Öle und seine Waffenkammern, und was in seinen Schätzen zu finden war: Es gab nichts in seinem Haus, was er nicht zeigte.

 

Da kam Isaiah, der Prophet, zu Hezekiah und fragte ihn: „Was sagten diese Männer? Und von wo kamen sie?“

Und Hezekiah antwortete: „Sie kamen aus einem fernen Land zu mir, aus Babylon.“

Und Isaiah fragte: „Was haben sie in deinem Haus gesehen?“

Und Hezekiah antwortete: „Alles, was in meinem Haus ist, haben sie gesehen. Es gibt nichts von meinen Schätzen, was ich ihnen nicht gezeigt habe.“

Da sagte Isaiah zu Hezekiah: „Höre das Wort Gottes: Es wird der Tag kommen, an dem alles, was in deinem Haus ist, und was deine Väter angehäuft haben bis heute, fortgetragen wird nach Babylon, und nichts wird übrig bleiben. Und deine Söhne, die aus dir entsprungen sind, sollen fortgebracht werden, und sie sollen Eunuchen im Palast des Königs von Babylon sein.“

Da sagte Hezekiah zu Isaiah: „Gut ist das Wort Gottes, das du mir brachtest, Denn er sagte auch, es wird Frieden in meinen Tagen sein.“

 

 

Gott erwählt Cyrus, König von Persien

45, bc 712

 

Dies sagt Gott zu Cyrus, seinem Auserwählten, dessen rechte Hand er gehalten hat, die Nationen zu unterwerfen: „Ich werde die Gürtel der Könige lösen und die zwei blattgeschmückten Tore öffnen.

Ich werde vor dir gehen und die krummen Dinge gerade machen. Ich werde die bewehrten Tore in Stücke brechen, und die Eisenriegel zerschneiden.

Ich werde dir die Schätze aus der Dunkelheit geben, die verborgenen Reichtümer versteckter Plätze, damit du weißt, daß ich, Gott, der dich bei deinem Namen ruft, der Gott von Israel bin.

Um Jacobs Willen und Israel, meinen Auserwählten, habe ich dich bei deinem Namen gerufen: Ich habe dich benannt, obwohl du mich nicht kanntest.

Ich bin Gott, und es gibt keinen anderen neben mir. Ich habe dich gerüstet, obwohl du mich nicht kanntest.

Damit sie wissen, vom Sonnenaufgang bis zum Westen, daß es keinen gibt neben mir. Ich bin Gott und es gibt keinen anderen.

Ich forme das Licht und schaffe die Dunkelheit; ich mache Frieden, und schaffe das Böse; Ich, Gott, tue all diese Dinge.

Tropft runter, ihr Himmel, und laß Rechtschaffenheit regnen, laß die Erde sich öffnen und Rettung hervorbringen, und laß Rechtschaffenheit aufgehen; Ich, Gott, habe sie geschaffen.

Ich habe die Erde gemacht und die Menschen geschaffen. Ich habe mit meinen Händen die Himmel ausgestreckt und ihre Heerscharen befohlen.

Ich habe Dich in Rechtschaffenheit aufgezogen, und ich werde all deine Wege leiten: du sollst meine Stadt bauen, und meine Gefangenen freilassen, ohne Preis oder Belohnung.

Die Arbeiter Ägyptens, die Händler Äthiopiens und Sabas, stattliche Männer, sollen zu dir kommen und Dein sein. Sie werden in Ketten kommen und vor dir niederknien.

 

Aber Israel wird von Gott gerettet mit ewiger Erlösung.

Denn so sagt Gott, der die Himmel geschaffen, der die Erde geformt hat, aus dem Nichts geschaffen, nicht in Eitelkeit, sondern um bewohnt zu sein: „Ich bin der Gott, und es gibt keinen anderen.

Ich habe nicht im Geheimen gesprochen, in einem dunklen Platz der Erde; ich sagte nicht zu der Saat Jacobs, sucht mich vergeblich. Ich spreche rechtschaffen, und erkläre Dinge die richtig sind.

Seht auf mich und seid gerettet, an allen Enden der Erde. Denn ich bin Gott, und es gibt keinen anderen.

Ich habe geschworen, das Wort kam aufrecht aus meinem Mund und wird nicht zurückgehen; so soll vor mir jedes Knie sich beugen, jede Zunge schwören.“

 

 

 

Die Zerstörung der Tochter Babylons

47

 

Komm herunter und sitze im Staub, O Jungfrau Tochter von Babylon, sitze auf dem Boden: Da ist kein Thron, Tochter von Chaldea; denn du wirst nicht mehr sanft und zart genannt werden. Nimm Mühlsteine und mahle Mehl, löse deine Haare, zeige deine Beine und Hüften, geh über den Fluß. Deine Nacktheit, deine Scham soll zu sehen sein: Ich werde Rache nehmen, und ich werde dich nicht als Mann treffen. Sondern als unser Erlöser, Gott.

Sitze schweigend in der Dunkelheit, Tochter Chaldeas, denn du wirst nicht mehr die Herrin der Königreiche genannt werden.

Ich war zornig mit meinen Leuten, ich habe mein Erbe beschmutzt, und sie in Deine Hand gegeben; du warst nicht gnädig mit ihnen, sondern hast sie schwer unter dein Joch gespannt.

Und du sagtest, ich werde für immer Herrin sein, also hast du diese Dinge nicht in dein Herz gelassen, und bedachtest das Ende nicht.

Darum höre nun, du, verschrieben dem sorglosen Vergnügen, die in ihrem Herzen sagt, Ich bin, und niemand ist neben mir; ich werde nicht als Witwe enden, oder den Verlust von Kindern kennenlernen.

Aber diese beiden Dinge werden an einem Tag zu dir kommen, denn du hast geschwelgt in Zaubereien und Beschwörungen.

Du hast in das Böse vertraut, du hast dir gesagt: keiner sieht mich. Deine Weisheit und dein Wissen haben dich verdorben, und du hast in deinem Herzen gesagt: Ich bin, und keiner ist neben mir.

Deswegen wird böses auf Dich kommen. Du weißt nicht, von wo es kommt, und Mißtrauen wird dich befallen, dem du nicht entgehen kannst. Aber die Zerstörung wird plötzlich auf dich kommen, und du bist nicht vorbereitet.

Bleibe nun bei den Beschwörungen von deinen Zauberern, wie seit deiner Jugend; wenn es hilft, kannst du ja profitieren, wenn es hilft, mag es dich retten.

Aber du bist ermüdet unter der Vielzahl deiner Räte. Laß nun deine Astrologen und Sternengucker, die dir jeden Monat dein Horoskop stellen, aufstehen und dich retten.

Aber sie sind bloß wie Spreu; das Feuer wird sie verbrennen, sie werden sich nicht vor den Flammen retten können.

 

 

Der Fall Babylons, den Isaiah, der Sohn von Amoz, sah.

13-14; BC 712

 

Errichtet Eure Banner auf den hohen Bergen, erhebt Eure Stimme, schüttelt die Hände in den Toren der Noblen. Ich habe meinen Heiligen befohlen, ich habe auch die Mächtigen gerufen für meinen Zorn. Der Lärm einer Menge tönt in den Bergen, wie von einem großen Volk; Der Herr der Heerscharen mustert die Armee vor der Schlacht. Sie kommen aus einem fernen Land, vom Ende des Himmels, zu zerstören das ganze Land!

 

Heult ihr! Der Tag des Herrn steht bevor. Er kommt als Zerstörung von dem Allmächtigen. Darum sollen alle Hände zittern, und die Herzen der Menschen sollen sinken. Und sie sollen sich fürchten, Elend und Leid wird sie treffen, sie werden Schmerzen haben wie die Frau bei der Geburt. Und sie werden sich gegenseitig angreifen, ihre Gesichter werden wie Flammen sein.

Die Sterne des Himmels und ihre Konstellationen werden kein Licht geben, die Sonne wird sich in ihrem Lauf verdunkeln und der Mond wird nicht scheinen. Und ich werde die Welt für ihr Böses bestrafen, und die Üblen für ihre Ungerechtigkeit, und ich werde die Arroganz der Stolzen brechen, und ich werde den Hochmut der Grausamen niederwerfen. Ich werde einen Menschen wertvoller machen als Gold, wertvoller als die goldenen Ränder von Ophir.

Deshalb werde ich die Himmel schütteln und die Erde aus ihren Angeln heben.

Und den Menschen wird es gehen wie dem gejagten Reh, wie dem Schaf, dem niemand hochhilft, jeder wird zu seinen Leuten fliehen und jeder in sein Land zurückkehren. Jeden, der gefunden wird, wird es erwischen, und wer mit ihnen ist wird durch das Schwert fallen. Ihre Kinder werden in Stücke zerschmettert vor ihren Augen, ihre Häuser werden geplündert, ihre Frauen vergewaltigt, ohne Mitleid für die Früchte des Leibes, und ihr Auge wird nicht die Kinder verschonen.

 

Und Babylon, der Krone der Königreiche, der Schönheit Chaldaäischer Kultur, soll es gehen wie Sodom und Gomorrha. Es soll nicht mehr bewohnt sein, von Generation zu Generation werden die Felder nicht bestellt, die Araber keine Zelte aufschlagen, die Schäfer keine Schafe weiden. Nur die wilden Tiere der Wüste sollen dort liegen, und ihre Häuser voll trauriger Kreaturen sein, wo Eulen hausen und Satyre tanzen.

Und die wilden Tiere der Inseln kreischen in ihren verwüsteten Häusern, und Drachen liegen auf den Auen.

 

Denn Gott hat Gnade für Jakob, und wählt Israel, und setzt es in sein eigenes Land. Und die Fremden werden sich ihnen anschließen und sie werden sich an das Haus Jakob halten. Dem Haus Israel im Land Gottes sollen sie als Diener und Mägde gehören. Und Israel wird die gefangen nehmen, deren Gefangene sie war, und über ihre Unterdrücker herrschen.

An dem Tag wird Euch Gott Frieden von Eurem Leid geben und von Euren Ängsten, und von den harten Fesseln, in denen ihr gezwungen wart, zu dienen. Das ihr diesen Spruch gegen den König von Babylon bringt: So ist das Ende der Besatzer! So ist das Ende der Goldenen Stadt! Gott hat den Stab der Sünder und das Szepter des Königs gebrochen.

 

Du, König von Babylon, der die Völker bezwang mit harter Hand und unterjochte, bist verloren, und keiner hilft dir. Die ganze Erde atmet auf und ist ruhig und friedlich und die Menschen singen, ja auch die Zedern und Fichten des Libanons freuen sich, und sagen: „Seit du gefallen bist, kommt niemand mehr, uns zu fällen!“

Die Hölle unter der Erde bewegt sich, um Dich auf halbem Wege zu treffen. Sie wartet mit den Toten auf Dich! Und die Mächtigen der Erde kehren auf ihre Throne zurück und foppen dich: „Bist du nun auch so schwach wie wir? Bist du nun einer von uns geworden? Dein Pomp ist ins Grab getragen worden, verstummt der Lärm Deiner Standarten: Die Würmer liegen ausgebreitet unter Dir und bedecken Dich!“

Wie bist du vom Himmel gefallen, Luzifer, Sohn des Morgens? Wie bist Du, der du Nationen besiegtest, zu Boden geworfen worden! Denn du hast Dir gesagt in Deinem Herzen, ich will aufsteigen in den Himmel, ich werde meinen Thron über die Sterne Gottes stellen, ich werde oben auf dem Berg des Things sitzen, auf der Nordseite. Ich werde über die Wolken steigen, ich werde der Höchste sein! Aber Du wirst in die Hölle geworfen werden, in die düsteren Abgründe.

Die dich sehen werden beiläufig fragen: „Ist dies nicht der Mann, vor dem die Erde zitterte, der Königreiche erschütterte? Der die Welt zu einer Wüste machte und die Städte zerstörte? Der seine Gefängnisse geschlossen hielt?“

Alle Könige der Erde leben in ihrem Ruhm, jeder in seinem eigenen Haus. Aber du wirst aus Deinem Grab geworfen wie ein mißratener Zweig, wie ein vom Schwert durchbohrtes Kleid. Du wirst nicht ins Grab, in die Grube zu den Steinen gehen, zusammen mit denen, die erschlagen wurden, denn du hast Dein Land zerstört und deine Leute ermordet. Der Saat des Teufels soll nicht mehr gedacht werden.

Bereitet die Schlacht für seine Kinder, die büßen sollen für die Ungerechtigkeit ihres Vaters, das sie nicht wieder aufstehen, oder Land besitzen, und nicht mit Städten das Gesicht der Erde füllen. Denn ich werde gegen sie aufstehen, sagt Gott, und von Babylon abschneiden den Namen und das Erbe und den Sohn und den Neffen. Ich werde das Land der Bitterkeit übergeben, den faulen Sümpfen, und ich werde es mit dem Besen der Zerstörung fegen.

 

So sagt Gott: Sicher, so hab ich das gedacht, und wie ich es vorgeschlagen habe, so wird es passieren. Dies ist der Zweck, der auf der ganzen Welt Zweck ist, und dies ist die Hand, die über alle Nationen der Erde reicht. Denn Gott hat es vorgeschlagen, und wer soll es anullieren? Seine Hand ist ausgestreckt, wer kann sie zurückschlagen?

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Dies geschah in dem Jahr, da König Ahaz starb. Doch freue dich nicht, Palestina, weil der Stock dessen, der dich schlug zerbrochen ist. Denn aus seiner Wurzel wird ein Basilisk wachsen, dessen Frucht eine glühende fliegende Schlange sein wird.

Weine, Stadt! Du, ganz Palestina, bist verloren; denn von Norden kommt ein Rauch und keiner sei allein zu der gegebenen Zeit.               

 

 

Der Bericht vom Untergang Babylons

21, bc 714

 

Wirbelwinde im Süden ziehen durch, von der Wüste kommend, einem schrecklichem Land. Eine grausame Vision zeigt sich mir. Der Betrüger betrügt, der Räuber raubt. Deshalb ist mein Bauch gefüllt mit Angst, und Schmerzen halten mich gefangen, wie die Schmerzen einer Gebärenden. Ich kniete nieder als ich es hörte, und war entsetzt als ich es sah, die Nacht meines Vergnügens hat sich in Furcht gewandelt.

Bereite den Tisch, wache im Turm, esst, trinkt, erwacht ihr Prinzen und nehmt den Schild, denn so hat Gott zu mir gesagt: Setze eine Wache, und laß sie erzählen, was sie sieht.

Und er sah einen Wagen mit Pferden, einen mit Eseln und einen mit Kamelen, und er hörte sorgfältig zu. Und er rief: „Ein Löwe, mein Lord. Ich stand den ganzen Tag und die Nacht im Wachturm, und wahrlich, hier kommt ein Wagen mit Männern, mit einer Gruppe von Reitern.“

Babylon ist gefallen, und all die Götzenbilder ihrer Götter sind zerbrochen am Boden.

Bei dem Korn in meiner Kammer, das ist das, was ich gehört habe von Gott, das habe ich Euch erzählt.

 

 

Die Prüfung Ägyptens

19. BC 714

 

Gott reitet auf einer flinken Wolke und kommt nach Ägypten, und die Götzen Ägyptens können ihm nicht standhalten, und in ihrer Mitte wird das Herz Ägyptens schmelzen. Und so werden die Ägypter sich gegeneinander wenden, der Bruder wird den Bruder bekämpfen, der Nachbar den Nachbarn, Stadt gegen Stadt, König gegen König. Und der Geist und der Rat Ägyptens wird fallen; und sie werden ihre Götzenbilder anflehen, ihre Magier und Zauberer und ihre Propheten, und es wird ihnen nicht helfen. Denn Gott gibt Ägypten in die Hand eines grausamen Herrn, eines ungestümen Königs.

Und die Wasser des Sees ziehen sich zurück und die Flüsse werden trocken und wüst. Die Gräben trocknen aus, das Schilf dorrt hinweg, der Papyrus und die Felder anbei werden vertrocknen und wüst und sind nicht mehr.

Die Fischer werden jammern, und die Angler klagen. Und die Flachswerker und Weber fluchen, und sie werden vergehen in ihrem Zweck, und sie werden alle Futter für die Fische.

 

Wo sind die klugen Männer? Sage ihnen, was Gott für Ägypten vorzuschlagen hat:

Die Prinzen von Zoan sind Narren geworden, die Prinzen von Noph lassen sich täuschen, sie haben Ägypten bis auf den Grund seiner Stämme vergiftet. Gott hat einen perversen Geist in ihre Mitte gemixt, und das hat Ägypten zu seinen Fehlern gebracht.

Und vor dem Land Judah werden sich die Ägypter fürchten, wer es auch nur erwähnt zittert vor Angst, wegen des Rat Gottes.

In der Zeit werden fünf Städte in Ägypten die Kannaanitische Sprache sprechen und zu Gott schwören. Eine wird man nennen, die Stadt der Zerstörung. An dem Tag soll ein Altar für Gott sein inmitten von Ägypten und eine Säule an der Grenze.

Und es soll ein Zeichen und ein Zeuge Gottes im Land Ägypten sein. Denn sie werden zu Gott flehen, und er wird ihnen einen Retter senden, einen Großen, der sie erlösen wird.

Und die Ägypter werden Gott kennen und ihn anbeten und ihm opfern, ja sie werden zu ihm schwören und die Schwüre halten.

Und Gott wird Ägypten schlagen und dann heilen. Und sie werden zu Gott zurückkehren, und Gott wird sie erhören und heilen.

 

In der Zeit gibt es eine große Straße von Assyrien nach Ägypten und die Assyrer werden nach Ägypten kommen, und die Ägypter nach Assyrien, und beide werden einander dienen. In jener Zeit soll Israel der Dritte im Bund zwischen Assyrien und Ägypten sein, eine Segnung in der Mitte des Landes. Und so sagt Gott : gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assyrien, mein Werk, und Israel, mein Erbe.

 

 

Jerusalem wird wieder auferstehen

51

 

Wache auf, wache auf, stärke Dich, oh Arm Gottes, erwache, wie in den früheren Tagen, in alten Generationen. Bist du nicht der, der Rahab beschnitten hat, und den Drachen verwundet? Bist du nicht der, der das Meer getrocknet hat, die Wasser der großen Tiefen? Der aus den Tiefen des Meers einen Weg gemacht hat, damit die bedrängten hinüber kamen?

 

Die Erlösten Gottes kommen singend nach Zion, und ewige Freude soll auf ihren Köpfen sein, sie werden froh sein und glücklich, und Leid und Klagen werden hinwegfliehen.

Ich bin der, der dich getröstet hat; warum fürchtest du dich vor einem sterblichen Menschen, vor dem Sohn eines Mannes, der wie Gras ist?

Und vergißt dabei Gott, deinen Schöpfer, der die Himmel ausgebreitet hat und die Fundamente der Erde gesetzt hat, und fürchtest dich jeden Tag vor dem Zorn des Tyrannen, als ob er dich wirklich zerstören könnte? Und wo ist der Zorn des Tyrannen?

Aber ich bin Dein Gott, der die See geteilt hat, dessen Wellen brüllten. Und ich habe meine Worte in Deinen Mund gelegt, und ich habe dich im Schatten meiner Hand verborgen, daß ich die Himmel pflanze, und die Fundamente der Erde setze, und zu Zion sage: Du bist mein Volk.

 

Erwache, erwache, stehe auf, Jerusalem, der du aus der Hand Gottes den Becher seines Zorns getrunken hast. Du hast bis zur Neige den Becher getrunken, Verwüstung und Zerstörung, Hunger und Schwert. Mit was soll ich dich trösten?

Darum hört nun dies, ihr Bedrängten, ihr nicht mit Wein Betrunkenen: Dies sagt Gott, der den Fall seines Volkes erwägt hat: Wahrlich, ich nehme aus Eurer Hand den Becher des Zitterns, und des Zorns; ihr sollt ihn nicht mehr trinken.

Aber ich werde ihn in die Hand derer geben, die Euch bedrängen; die Euch gesagt haben: Bückt Euch, das wir über Euch hinweg gehen können, und ihr habt Euch niedergelegt, flach auf die Erde, wie das Pflaster der Straße, damit sie hinübergehen konnten.

 

 

Der Auszug aus Babylon

52

 

Erwache, erwache, zeige deine Stärke, Oh Zion, ziehe Deine Festtagskleidung an, Jerusalem, du heilige Stadt: Denn von nun an sollen die Unbeschnittenen und Unsauberen nicht mehr in Dich hineinkommen.

Schüttel den Staub ab, erhebe Dich und setze dich hin, Jerusalem, löse die Schlinge um deinen Hals, oh Gefangene Tochter von Zion. Denn so sagt Gott: Ihr habt euch selbst für Nichts verkauft, und ihr sollt erlöst werden ohne Geld.

 

Wie schön sind die Füße auf dem Berg von dem, der gute Nachricht bringt, der den Frieden trägt, der zu Zion sagt: „Gott regiert!“

Eure Wächter sollen die Stimme erheben: Mit ihren Stimmen sollen sie zusammen singen: Denn sie werden mit ihren Augen sehen, wenn Gott Zion wieder errichtet.

Gott hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Völker: Und alle Enden der Welt sehen die Erlösung unseres Gottes:

 

Geht los, Geht los, geh fort von dort, berührt nichts Unreines. Geht aus ihrer Mitte heraus; seid sauber, die ihr Gottes Gefäße tragt.

Ihr sollt ohne Hast gehen, und nicht fliehen. Denn Gott wird vor Euch gehen, und Eure Versicherung sein.

Gottes Weingarten

5

 

Gott spricht, Ich werde meinen Geliebten ein Lied singen über meinen Geliebten im Weingarten:

Mein Geliebter hat einen Weingarten auf einem fruchtbaren Hügel: Und er umzäunte ihn und sammelte die Steine heraus, und pflanzte den besten Wein und baute einen Turm in die Mitte mit einer Weinpresse. Und so hoffte er auf die Trauben, aber es kamen nur wilde Trauben hervor. Was, ihr Bewohner von Jerusalem und Judah, sollte ich tun mit meinem Weingarten? Ich habe alles getan, um Trauben hervorzubringen, und bekam doch nur wilde Trauben?

Also, ich sag es Euch, werde ich die Hecke niederreißen und den Zaun niedertrampeln, und ich werde ihn brach liegen lassen, nichts beschneiden und nichts umgraben, so das Disteln und Dornen wachsen. Ich werde auch den Wolken befehlen, nicht darauf zu regnen.

Denn der Weingarten Gottes ist das Haus Israel, und die Männer von Judah seine leckeren Früchte: und er erwartete Gerechtigkeit, aber bekam Ausbeutung, und statt Rechtschaffenheit Klage.

 

Und Gott sprach in meine Ohren: Viele Häuser, große und schöne, werden zerstört werden und unbewohnt daliegen. Die Bewohner sind in die Gefangenschaft gegangen, weil sie kein Wissen besaßen. Die Hölle selbst vergrößert sich und öffnet ihren Mund ohne Maß, und alle Ehre, aller Reichtum, aller Pomp, werden in ihr verschwinden. Und der Gemeine wird niedergeworfen, und der Hochgeborene wird gedemütigt, und die Augen des Stolzen werden niedergeschlagen. Dann sind die Lämmer sich selbst überlassen und auf den Wüstungen nähren sich Fremde. Aber Gott wird in Gerechtigkeit aufstehen.

 

Wehe denen, die Böse gut nennen, und Gut böse. Die Dunkelheit für Licht halten und Licht für Dunkelheit. Die Bitteres als süßes nehmen und Süßes als bitter. Wehe denen, die weise in ihren eigenen Augen sind, und klug in ihrer eigenen Sicht. Wehe den Mächtigen, die Wein trinken! Die die Belohnung des Üblen rechtfertigen, und sie dem Rechtschaffenen verweigern. Ihre Wurzel wird faulen und ihre Blüte zu Staube zerfallen. Denn sie haben das Gesetz Gottes verachtet.

Der Zorn Gottes ist gegen sein Volk geweckt, und er hat seine Hand ausgestreckt und sie geschlagen. Und das Land zitterte, und ihre Leichen wurden in die Mitte der Straßen geworfen, und sein Zorn ist nicht besänftigt und seine Hand noch ausgestreckt zum Schlag. Und er wird den fernen Völkern am Ende der Welt ein Zeichen geben, und sie werden rasch herbeieilen, ohne Müdigkeit, ohne Stolpern, ohne Schlummer und Schlaf, ihre Gürtel werden nicht gelöst sein und ihre Schuhschnallen nicht zerbrochen. Ihre Pfeile sind scharf, ihre Bogen bereit, die Hufe ihrer Pferde wie Feuerstein, und ihre Räder wie der Wirbelwind. Sie werden brüllen wie junge Löwen und ihre Beute packen und forttragen und keiner wird sie aufhalten. Und wer auf das Land sieht, wird Dunkelheit und Leiden sehen, und das Licht selbst ist verdunkelt unter seinem Himmel.

Isaiah sieht Gott

6, BC 758

 

In dem Jahr, in dem König Uzziah starb, sah ich Gott auf einem Thron sitzen, hoch und erhoben, und sein Gefolge füllte den Tempel. Über dem Thron standen die Seraphims, jeder mit sechs Flügeln: Mit zweien bedeckten sie ihre Augen, mit zweien ihre Füße, und mit zweien flogen sie.

Und sie riefen einander zu: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen, die ganze Erde ist voll von seiner Ehre!“

Und da sagte ich: „Wehe mir! ich bin verloren! Denn ich bin ein Mensch mit unsauberen Lippen und wohne inmitten von Menschen mit unsauberen Lippen, und nun habe ich den Herrn der Heerscharen gesehen!“

Da flog einer der Seraphim zu mir, mit einer brennenden Kohle in der Hand, die er vom Altar genommen hatte, und die legte er auf meinen Mund und sagte: „Dies hat Deine Lippen berührt, und damit ist Dein Vergehen von dir genommen, und deine Sünde gereinigt.“

 

Und ich hörte die Stimme Gottes, die fragte: „Wen soll ich senden und wer wird für mich einstehen?“

Und ich sagte: „Hier bin ich, nimm mich!“

Und er sagte: „Geh und sage den Menschen: Ihr hört zwar, aber ihr versteht nicht, ihr seht zwar, aber ihr nehmt nichts wahr. Deswegen mache die Herzen dieser Menschen fett, ihre Ohren schwer und schließe ihre Augen, damit sie mit ihren Augen sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herz verstehen, und umkehren und sich heilen.“

Und ich fragte: „Herr, wie lange?“

Und er antwortete: „Bis die Städte ohne Einwohner daliegen, und die Häuser ohne Menschen, und das Land völlig zerstört ist.“

Und Gott nahm die Menschen weit weg, und es war eine große Verwahrlosung inmitten des Landes. Aber doch bleibt in ihm ein Zehntel, und das soll wiederkommen und wachsen, wie eine Baum, der seine Seele behält, auch wenn er seine Blätter verliert.

 

 

In den Tagen von Ahaz wird Christus versprochen.

7, bc 742

 

Es geschah in den Tagen von Ahaz, dem Sohn des Jotham, dem Sohn des Uzziah, König von Judah, daß Rezin, der König von Syrien und Pekah, der Sohn des Remaliah, dem König von Israel, gegen Jerusalem zogen, aber es nicht erobern konnten.

 

Als dem Hause David gesagt wurde, Syrien sei alliiert mit Ephraim, zitterte das Herz seiner Leute wie Laub im Wind.

Da sagte Gott zu Isaiah: Du und Shearjashub, Dein Sohn, geht und trefft Ahaz, am Ende des Zuflusses des oberen Sees, am Weg der Bleicherde. Und sage zu ihm: Gib acht und sei ruhig: verzage nicht vor den zwei Enden dieses rauchenden Brandes, vor dem Zorn von Rezin und Pekah. Denn ihr Plan, Judah zu vernichten, wird nicht aufgehen. Denn wer nicht glaubt, wird nicht errettet.

Und zu Ahaz sprach Gott: „Bitte um ein Zeichen von mir, sei es in der Tiefe oder in den Höhen.“

Aber Ahaz sagte: „Ich werde nicht bitten und meinen Gott nicht versuchen.“

Also sagte Gott: Höre nun, Haus David. Es ist eine kleine Sache für Euch leidende Menschen, aber werdet ihr auch meinen Gott leiden? Gott selbst wird Euch ein Zeichen geben: Wahrlich, eine Jungfrau soll empfangen und einen Sohn gebären, und sein Name soll sein: Immanuel. Butter und Honig soll er essen, daß er das Böse abzulehnen weiß und das Gute wählt. Aber bevor dieses Kind lernen wird, dem Bösen zu widerstehen und das Gute zu wählen, wird Dein Land verwüstet und von beiden Königen verlassen werden. Und es werden Tage werden wie Ihr sie noch nicht gesehen habt. Und Gott wird der Fliege am Nil und der Biene vom Euphrat zuhissen, in den Wüstungen der Täler und in den Höhlen der Felsen zu wohnen, und auf all den Büschen, all den Dornen! An jenem Tag wird Gott Euch scharf rasieren, durch den König von Assyrien, den Kopf und das Haar der Füße und den Bart.

 

Und dann wird es passieren, daß ein Mensch eine junge Kuh großzieht, und zwei Schafe. Und aus der reichen Milch wird er Butter essen, ja Honig und Butter soll jeder essen, der in dem Land geblieben ist, denn die fruchtbaren Weingärten werden von Büschen und Dornen überrankt, aber auf den Hügeln können Schafe und Kühe weiden.

 

 

Das Königreich Christus

9, bc 740

 

Die Leute, die in der Dunkelheit wandelten, haben ein großes Licht gesehen; Die, die in dem Land der Schatten des Todes wohnen, auf sie ist ein großes Licht geschienen.

Die Freude darüber ist wie die Freude der Ernte, wie die Freude der Männer, die Beute teilen. Denn du hast das Joch gebrochen, und die Last von der Schulter genommen, den Stock des Unterdrückers, wie in den Tagen Midians.

 

Denn uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben, und die Regierung soll auf seiner Schulter sein; und sein Name soll sein: Wunderbar, Berater, mächtiger Gott, ewiger Vater, Friedensprinz.

Und die Regierung, die er errichtet, soll ohne Ende sein, auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu ordnen und zu festigen, mit Urteil und Gerechtigkeit von jetzt bis in alle Ewigkeit. Das Siegel Gottes wird dafür sorgen.

 

Gott sendete ein Wort zu Jakob, und es beleuchtete Israel.

Und alle Menschen werden es wissen, auch Ephraim und die Einwohner von Samaria, in dem Stolz und der Verstocktheit ihrer Herzen.

Die Mauersteine sind gefallen, aber wir werden sie neu errichten mit gehauenen Steinen; Die Sycomoren sind gefällt, aber wir werden Zedern pflanzen.

Christus wird versprochen

11-12

 

Es wird ein Stock wachsen aus dem Stamm von Jesse und ein Zweig aus seinen Wurzeln sprießen. Und der Geist Gottes soll auf ihm ruhen, der Geist der Weisheit und des Verstehens, der Geist des guten Rats und der Macht, der Geist des Wissens und der Ehrfurcht vor Gott. Und er wird nicht richten nach dem Augenschein oder dem Hörensagen, sondern mit Gerechtigkeit für die Armen, und mit Mitgefühl für die Schwachen der Erde; und er wird die Erde schlagen mit einem Wort seines Mundes und mit dem Atem seiner Lippen soll er die Üblen vernichten.

Und Rechtschaffenheit wird der Gürtel an seinen Hüften sein und Vertrauen seine Zügel. Der Wolf wird bei dem Lamm wohnen, und der Leopard mit dem Kind, und das Kalb und der Löwe gehen zusammen, und ein kleines Kind wird sie führen.

Die Kuh und der Bär sollen futtern, und ihre Jungen zusammen liegen, und der Löwe wird Stroh essen wie der Ochse. Und der Säugling soll auf dem ganzen Platz spielen, und das Kleinkind legt seine Hand auf die Zähne der Schlange. Sie werden nicht verletzt oder zerstört auf meinem heiligen Berg, denn die Erde soll so voll sein vom Wissen Gottes, wie das Meer vom Wasser.

 

Und an diesem Tag soll eine Wurzel Jesses sein, die als ein Zeichen für die Leute steht, so daß die Edlen es aufsuchen. Und sein Ruhm soll aufgehen.

Und es wird an diesem Tag passieren, daß Gott ein zweites mal seine Hand ausstreckt, um die Überlebenden seines Volkes zusammenzusammeln, aus Assyrien, aus Ägypten, aus Pathros und Cush, aus Elam und Shinar, von Hamath und den Inseln des Meeres. Und er wird ein Zeichen aufstellen für alle Nationen, und die Vertriebenen Israels und die Verstreuten von Judah zusammenrufen aus den vier Ecken der Erde.

Sie sollen auf den Schultern der Philister nach Westen fliegen; sie sollen den Osten erbeuten, sie sollen ihre Hand auf Edom und Moab legen, und die Kinder Ammons sollen sich unterwerfen. Und Gott wird die Sprache der ägyptischen See vernichten, und mit mächtigem Wind wird er seine Hand über den Fluß werfen, so daß die sieben Ströme trocknen, und die Menschen herüber gehen können. So soll es einen Weg geben für die Überlebenden seines Volkes, die übrig bleiben aus Assyrien, so wie sie einst aus Ägypten kamen.

 

Und an dem Tag sollt du sagen: Gott, ich preise Dich; obwohl du wütend warst mit mir, dein Zorn ist verraucht und du tröstest mich.

Wirklich, Gott ist meine Erlösung, ich werde vertrauen und mich nicht fürchten, denn Gott ist meine Stärke und mein Lied; er ist auch meine Erlösung.

Deshalb: Mit Freude sollst du das Wasser ziehen aus dem Brunnen der Erlösung.

Und an dem Tag sollst du sagen: Lobe Gott, rufe seinen Namen, verbreite seine Taten unter den Menschen, lasse sie ihn preisen!

Singe für Gott, denn er tat große Taten, das ist bekannt in aller Welt. Ruft aus und jubelt, ihr Bewohner Zions, denn groß ist Gott in der Mitte von Euch.

Der nackte Prophet

20, bc 714

 

In dem Jahr, in dem Tartan von Sargon, dem König von Assyrien, nach Ashdod gesandt wurde, und es bekämpfte und eroberte, in diesem Jahr sprach Gott zu Isaiah, den Sohn des Amoz, und sagte: Nimm den Sackleinen von deinen Hüften und die Schuhe von deinen Füßen. Und so tat er und ging barfuß und nackt.

Und so sagte Gott: Wie mein Diener drei Jahre lang nackt und barfuß gegangen ist, als ein Zeichen und ein Wunder für Ägypten und Äthiopien, so soll der König von Assyrien die Ägypter als Gefangene nehmen, jung und alt, nackt und barfuß, mit nackten Ärschen, zur Schande Ägyptens.

Und die Bewohner des Landes sagen an dem Tag: Das sind unsere Aussichten: Wie sollen wir dem König von Assyrien entfliehen, wer könnte uns helfen?

 

 

Gottes Strafe

24, bc 712

 

Gott macht die Erde wüst und leer und stellt sie auf den Kopf, er vertreibt ihre Bewohner in alle Himmelsrichtungen.

So wird es sein mit dem Volk und den Priestern, mit dem Diener und dem Herren, mit der Magd und der Dame, mit dem Käufer und dem Verkäufer, mit dem Leiher und dem Borger. Die Erde klagt und schwindet dahin, die Welt jammert und schwindet dahin, und die Hochmütigen der Erde verzagen.

Die Erde ist verschmutzt unter ihren Bewohnern; denn sie haben das Gesetz übertrete, die Ordnung verändert, und den immerwährenden Vertrag gebrochen.

Darum hat der Fluch die Erde verzehrt, und die drin wohnen sind trostlos, sie sind verbrannt und nur wenige übrig. Die Freuden verschwinden, der Lärm versiegt und die Harfe verstummt. Sie werden ihren Wein nicht mit Liedern trinken, und starke Tränke schmecken ihnen bitter. Die Freude ist verdunkelt, das Schöne ist vergangen. In der Stadt bleibt nur Zerstörung, und das Tor ist zerbrochen.

 

Und ich sagte: „Mein Joch, mein schweres Joch, weh mir! Die betrügerischen Händler haben mich betrogen, ja, die betrügerischen Händler haben mich betrogen! Fürchtet Euch, denn die Grube, die Todestrommeln sind euch nah, ihr Einwohner der Erde!“

 

Und es soll passieren an dem Tag, daß Gott die Hohen der Erde und die Könige der Erde bestrafen wird. und sie sollen zusammen getrieben werden, als Gefangene in der Grube, und ins Gefängnis weggeschlossen.

Dann wird der Mond staunen, und die Sonne beschämt sein, wenn Gott am Berg Zion regiert in Jerusalem.

 

 

Lobpreisung Gottes

25-26, bc712

 

Mein Gott, du bist mein Gott; ich werde dich anrufen und deinen Namen preisen, denn du hast wunderbare Dinge getan, dein alter Rat ist treu und wahr.

Denn du warst die Stärke der Armen und Bedrängten, ein Schutz vor dem Sturm, ein Schatten in der Hitze, als der Angriff der Furchtbaren gegen die Wälle kam.

Du machtest den Lärm der Fremden schweigen, wie die Hitze an trockenen Plätzen mit dem Schatten einer Wolke: und die Furchtbaren werden niedergeschlagen.

Und Gott wird ein Fest geben, ein Fest des Weines im Windschatten, mit fettem Essen und feinen Weinen. Und er wird die Masken von den Gesichtern der Menschen hinwegreißen, und den Schleier, der über den Nationen liegt.

 

Er wird im Sieg den Tod verschlingen, und die Tränen aus allen Gesichtern wischen, und er wird sie nicht mehr zurechtweisen, denn so hat Gott gesprochen.

Und an jenem Tag soll gesagt werden, Jo, dies ist unser Gott, wir haben auf ihn gewartet, wir werden uns an seiner Erlösung freuen.

An dem Tag soll dieses Lied gesungen werden im Land Judah: Wir haben eine starke Stadt, retten wird Gott die Wälle und Bollwerke. Öffnet die Tore, das die rechtschaffene Nation, die die Wahrheit hält, eintreten kann.

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Du wirst den in perfektem Frieden halten, dessen Geist auf Dich baut, weil er dir vertraut. Vertraue immer in Gott. Denn in ihm liegt ewige Stärke.

Durch ihn fallen die, die sich erheben, die stolze Stadt wirft er nieder, er macht sie dem Erdboden gleich. Der Fuß des Armen soll sie niedertreten.

Der Weg der Gerechten ist Aufrichtigkeit. Du wägst die Pfade der Gerechten.

 

Mit meiner Seele habe ich dich ersehnt in der Nacht. Ja, mit dem Geist in mir werde ich dich suchen in der Frühe. Denn wenn Deine Urteile auf der Erde sind, werden ihre Bewohner Rechtschaffenheit lernen.

Gott, du wirst den Frieden für uns ordnen; denn du hast schon all unsere Werke in uns geschaffen.

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Im Unglück haben Sie dich angerufen, Gott, sie haben sich ein Gebet abgepresst, als die Jagd nach ihnen ging. Wie eine Frau vor der Geburt, deren Zeit nahe rückt, sich fürchtet, so fürchten wir uns vor dir, Gott.

Wir haben Kinder gehabt, wir haben Schmerzen gehabt, aber wir haben Wind geboren. Wir haben keine Erlösung auf die Erde gebracht.

Deine Toten sollen leben, zusammen mit meinem toten Körper sollen sie auferstehen, aufwachen und singen, ihr, die ihr im Staub wohnt, denn Dein Tau ist wie der Tau an den Kräutern, und die Erde soll die Toten auswerfen.

Komm, mein Volk, tretet in eure Kammern und schließt die Türen: Versteckt euch für einen kleinen Moment, bis das Unheil vorübergeht.

 

 

Gottes Macht

27, bc 712

 

An jenem Tag wird Gott mit seinem bitterem, großem und starkem Schwert den Leviathan, die stechende, verschlagene Schlange, bestrafen, und er wird den Drachen des Meeres erschlagen.

 

An jenem Tag besinge ich einen Weingarten mit roten Trauben:

Ich, Gott halte ihn. Ich werde ihn immerzu wässern, daß er nicht verletzt wird, ich werde ihn Tag und Nacht halten. Es ist keine Wut in mir. Wer würde die Büsche und Dornen gegen mich setzen in der Schlacht? Ich würde einfach hindurchgehen und sie niederbrennen. Laß ihn meine Stärke sehen, das er Frieden mit mir macht, und er wird Frieden mit mir machen.

Gott wird dem Hause Jakob Wurzeln geben: Israel soll knospen und blühen, und das Gesicht der Erde mit Früchten füllen.

 

 

Gott bestraft Ephraim

28, bc 725

 

Wehe der Krone aus Stolz, den Trunkenen Ephraims, dessen gerühmte Schönheit eine verwelkende Blume ist. Wahrlich, Gott hat etwas Mächtiges und Starkes in der Hand, das als ein Hagelsturm und ein Unwetter, als eine Flut mächtiger Wasser die Erde niederwerfen wird.

An jenem Tag soll Gott für die Reste seiner Leute eine Krone der Glorie sein, ein Diadem der Schönheit, ein Geist der Rechtschaffenheit für den Richter, und der Geist der Stärke für den Krieger.

Sie aber haben gefehlt durch den Wein und die starken Getränke und sind vom Weg abgekommen: Der Priester und der Prophet haben geirrt, sie sehen falsche Visionen, sie stolpern in ihrem Urteil. Ihre Tische sind voll Erbrochenem und Schmutz, so das nichts sauber ist. Wem soll er Wissen lehren? Und wen macht er die Doktrin verstehen?

Die Regel folgt aus der Regel, Zeile auf Zeile, hier ein wenig und dort ein wenig. Und mit stotternden Lippen und einer anderen Sprache wirst du zu deinen Leuten sprechen: „Dies ist der Rest, mit dem du die Müden erfrischen kann, und dies ist die Erfrischung“, aber sie werden nicht hören.

 

Das Wort Gottes war mit ihnen, Regel für Regel und Regel für Regel, Zeile für Zeile und Zeile für Zeile, hier ein wenig und da ein wenig; ihr aber habt gesagt: „wir haben einen Pakt mit dem Tod, und mit der Hölle einen Vertrag; wenn die überfließenden Wasser kommen, werden sie uns verschonen!“ Ihr habt aus Lügen Eure Zuflucht gebaut und unter Falschheit Euch versteckt.

Deshalb sagt Gott: „Wahrlich, ich habe in Zion als Fundament einen Stein gesetzt, einen ausgesuchten, wertvollen Eckstein, ein sicheres Fundament: Der, der glaubt, ist nicht eilig. Gerechtigkeit werde ich auf die Straße setzen und Rechtschaffenheit auf den Markt. Und der Hagel soll die Zuflucht aus Lügen hinwegreißen, und die Wasser sollen die Fluchtplätze überfluten. Euer Pakt mit dem Tod wird annulliert, und euer Vertrag mit der Hölle wird nicht bestehen; wenn die überfließenden Wasser kommen, werden sie Euch mit hinwegreißen.“

Wenn es anfängt, wird es euch mitnehmen: Morgen für Morgen wird es über euch hinweggehen, Tag und Nacht, nur damit ihr die Botschaft versteht. Denn das Bett ist kürzer, als das ein Mensch sich auf ihm ausstrecken kann, und die Decke enger, als das er sich damit umhüllen kann. Gott wird aufstehen wie am Berg Perazim, er wird zornig sein wie im Tal von Gibeon, das er sein Werk tut, sein seltsames Werk.

Also spottet nicht. Denn ich habe von Gott eine Zerstörung erfahren, die die ganze Erde treffen wird. Gebt Euer Ohr und hört meine Stimme.

 

Gottes Gerechtigkeit

30, bc713

 

Nun gehe, schreib es vor ihnen auf die Tafel, und notiere es in einem Buch, das es für die Zeiten, die kommen, zu lesen ist, für immer und ewig.

Dies ist ein rebellisches Volk, lügende Kinder, Kinder, die nicht auf das Gesetz Gottes hören. Die zu den Sehern sagen: „Seht nicht“, und dem Propheten: „Prophezeihe nicht das Wahre, erzähle von angenehmen Dingen! Geh aus unserem Weg, verlasse deinen Pfad!“

 

Weil ihr das Wort verachtet und in Eure Perversionen vertraut: Dieses Übel ist für Euch wie eine Bresche in der Mauer, die größer wird und plötzlich bricht. Und so wird sie brechen wie ein zerbrochenes Tongefäß; Er wird nichts verschonen, so daß in den Scherben nicht ein Stück bleibt, Feuer vom Herd zu nehmen oder Wasser aus der Grube.

Denn so spricht Gott: Im Heimkommen und Ruhen sollt ihr gerettet sein: In Stille und Vertrauen soll Eure Stärke liegen; aber ihr hört nicht.

 

Gott ist ein Gott der Gerechtigkeit, gesegnet sind alle, die auf ihn warten.

Denn die Leute werden wohnen am Berg Zion in Jerusalem; ihr sollt nicht mehr weinen, er wird euer Weinen erhören, und er wird ihm antworten.

Und obwohl euch Gott das Brot des Unglücks gibt, und das Wasser des Leidens, werdet ihr Eure Lehrer sehen: Und deine Ohren hören ein Wort hinter dir, das sagt: dies ist der Weg, wandle auf ihm, ob du nach rechts gehst oder nach links.

 

Dann gibt er den Regen für die Saat, daß ihr sie in den Boden legen könnt, und das ihr Brot habt vom Wachstum der Erde, fett und reichlich, und das das Vieh auf großen Auen weidet. Der Ochse und der junge Esel essen sauberes Heu von Schaufeln und Harken. Und von jedem hohen Berg und jedem Hügel fließen Flüsse und Ströme von Wasser, am Tag der großen Schlacht, wenn die Türme fallen.

Und das Licht des Mondes soll wie das der Sonne sein, und das Licht der Sonne siebenfach, wie das Licht von sieben Tagen, am Tag an dem Gott die Bresche wieder schließt und sein Volk vom Schlag seiner Wunden heilt.

Das rechte Leben

32, bc713

 

Ein König soll in Rechtschaffenheit regieren und Fürsten sollen gerecht herrschen.

Ein Mann soll ein Schutz vor dem Wind sein, wie ein Fluß an einem trockenen Platz, wie der Schatten eines großen Felsen in einem müden Land.

Und die Augen von dem der sieht sollen nicht trüb sein, und die Ohren von dem der hört sollen hören.

Das Herz des Eiligen soll Wissen verstehen, und die Zunge des Stotterers soll gerade heraus reden.

Der Niederträchtige soll nicht mehr als großzügig gelten, und der Rüpel nicht als freigebig.

Denn der Niederträchtige spricht schlecht und sein Herz arbeitet am Betrug und Heuchelei, und fehlt gegen Gott, zu leeren den Magen des Hungernden, und dem Dürstenden den Trank zu verweigern.

Die Wege des Niederträchtigen sind böse: er gibt schlechte Ratschläge, um den Armen mit Lügen zu schaden.

Aber der Großzügige gibt großzügigen Rat, und großzügig wird er bestehen.

 

 

Die Sicht des Propheten

33, bc 713

 

Die Sünder in Zion fürchten sich, Angst überkommt die Heuchler. Wer unter uns kann mit dem verzehrenden Feuer leben? Wer wohnt inmitten des ewigen Feuers?

Der, der aufrecht geht und aufrecht spricht; der, der den Vorteil des Betrugs verachtet, der seine Hände frei hält von Bestechungen, dessen Ohren nicht vom Blut hören und dessen Augen nicht das Böse sehen.

Er wird hoch oben wohnen; seine Verteidigung sollen die Felsen sein, Brot wird ihm gegeben, sein Wasser soll ihm sicher sein.

Deine Augen werden den König in seiner Schönheit sehen; sie werden das weit entfernte Land sehen.

Siehe auf Zion, die Stadt der Feierlichkeit, deine Augen sehen Jerusalem, eine friedliche Wohnstatt, ein Heiligtum das nicht zerschlagen wird, kein Stein soll jemals entfernt werden, keine Bande jemals zerbrochen.

Denn Gott ist unser Richter, unser Gesetzgeber, Gott ist unser König. Er wird uns retten.

 

 

Das blutige Schwert Gottes

34

 

Das Schwert Gottes ist gefüllt mit Blut, es ist gefettet und geschmiert mit dem Blut von Lämmern und Ziegen, denn Gott hat eine große Opferstätte in Bozrah, und eine große Schlacht im Land Idumea. Er kommt mit Einhörnern und Ochsen und das Land wird getränkt mit Blut, daß die Erde davon fett wird.

Denn es ist der Tag von Gottes Rache, und das Jahr der Wiedergutmachung für die Händel um Zion.

Und die Ströme sollen sich wandeln in Pech und Schwefel, und das Land wird unter ihnen brennen. Und das Feuer wird brennen Tag und Nacht, der Rauch wird in die Ewigkeit aufsteigen, von Generation zu Generation wird das Land wüst liegen, und keiner wird je hindurchreisen.

Den Kormoranen und Rohrdommeln wird das Land gehören. Die Eule und der Rabe werden in ihm wohnen; und Gott wird eine Linie der Verwirrung ziehen und die Steine der Leere setzen.

Und Dornen wachsen in den Palästen, Brennesseln und Brombeeren in den Festungen, und Drachen werden dort wohnen.

Die wilden Tiere der Wüste und die wilden Tiere des Landes werden sich dort treffen, und der Satyr ruft nach seinem Gefährten, und die Schleiereule schafft sich ein Ruhenest, und die Geier sammeln sich zusammen.

Nimm das Buch Gottes und lese: Nichts von diesen Dingen wird fehlen, denn sein Mund hat es befohlen, sein Geist hat es beschlossen, und er hat das Los für sie geworfen

 

 

Die Verheißung

35

 

Stärke deine schwachen Hände und festige deine zitternden Knie. Sage denen, die ein furchtvolles Herz haben; Sei stark, fürchte nicht, wisse, Dein Gott wird dich retten. Dann sollen die Augen des Blinden wieder sehen und die Ohren des Tauben frei werden, und der Lahme wie ein Hirsch laufen und die Zunge des Tauben singen; denn in der Wildnis werden Wasser aufbrechen, und Flüsse in der Wüste. Und der vertrocknete Boden wird feucht und das durstige Land fließt über mit Wasser, und in den Höhlen der Drachen soll es Gras geben mit Schilf und Binsen.

Und es gibt einen Weg dahin, der heißt: Der Weg der Heiligkeit; die Unreinen werden ihn nicht passieren, aber die Wanderer, obwohl Narren, werden sich in ihm nicht irren. Kein Löwe wird auf ihm wandeln, kein räuberisches Tier, nur die Erlösten wandeln dort. Und die von Gott Befreiten werden wieder nach Zion kommen, mit Liedern und ewiger Freude auf ihren Lippen, und Leid und Jammern wird fliehen.

 

 

Die Allmacht Gottes

40-41, bc712

 

Der Rufer in der Wildnis: Bereitet den Weg Gottes, bereite in der Wüste einen Weg für Gott. Jedes Tal soll hoch werden und die Berge flach, und die krummen Plätze sollen gerade werden und die rauhen Plätze eben. Und die Herrlichkeit Gottes wird aufgedeckt, und alles Fleisch soll sie sehen: Denn der Mund Gottes hat es gesprochen.

Alles Fleisch ist Gras und wie die Blume auf der Wiese: Das Gras vergeht, die Blume verwelkt, weil der Geist Gottes auf sie bläst: Sicher sind Menschen wie Gras. Das Gras vergeht, die Blume welkt, aber das Wort Gottes bleibt für immer.

Gott wird kommen mit einer starken Hand, und sein Arm wird für ihn herrschen: Seine Belohnung ist mit ihm und seine Arbeit vor ihm. Er führt seine Herde wie ein Schäfer. Er trägt die Lämmer auf seinen Armen, an seinem Busen, und führt die Mütter freundlich. Wer hat die Wasser in seiner Hand gemessen, und die Spanne des Himmels, und wer versteht den Staub der Erde in ein Maß zu setzen, und die Berge mit Skalen zu bezeichnen? Wer hat den Geist Gottes geführt oder ihn beraten?

Von wem lernte er, mit wem er berät er sich zum Urteil, wer zeigte ihm den Weg des Wissens und Verstehens?

Alle Nationen sind vor ihm wie ein Nichts, und vor ihm zählen Könige als nichts denn Eitelkeit. Mit wem also willst du Gott vergleichen?

Er ist es, der auf den Kreisen der Erde sitzt, und ihre Bewohner sind wie Grashüpfer; er hat die Himmel ausgebreitet wie einen Vorhang und wie ein Zelt, darin zu wohnen.

Wem willst du ihn vergleichen, wem soll er gleichen?

 

Erhebe Deine Augen, und bedenke, wer diese Dinge geschaffen hat. Er nennt sie alle mit Namen durch die Größe seiner Macht, und keines geht fehl.

Warum sagst du, O Jacob, und sprichst du, Oh Israel: mein Weg ist verborgen vor Gott?

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört, daß der ewige Gott, der Schöpfer der Enden der Erde, nie vergeht und nie müde wird? Es gibt kein Suchen seines Verstehens. Er gibt den Schwachen Kraft, und die ohne Macht hebt er hoch.

Auch die Jungen sind müde und werden vergehen, und die jungen Männer werden fallen: Aber die, die auf Gott warten, werden ihre Stärke erneuern; sie werden Flügel haben wie die Adler und emporsteigen; sie werden laufen, und nicht müde werden; sie werden gehen und nicht scheitern.

Verheißungen Gottes

41 - 42, 46

 

Wenn die Armen und Bedürftigen Wasser suchen, und es gibt keines, und ihre Zunge schwach wird vor Durst, werde ich, Gott, sie hören, und nicht verlassen. Ich werde Flüsse an hohen Plätzen öffnen und Brunnen in der Mitte der Täler. Ich werde die Wüste fruchtbar machen, und aus dem trockenen Land Wasser entspringen lassen.

Ich werde in der Wildnis die Zeder pflanzen, den Shittah Baum, und die Myrtle, und den Olivenbaum, ich werde in der Wüste Tannen wachsen lassen und Pinien und den Boxbaum. Damit sie sehen und wissen und bedenken und verstehen, das die Hand Gottes das getan und geschaffen hat.

Wisse, du bist ein Nichts, und dein Werk ist ein Nichts.

 

So sagt Gott, der die Himmel geschaffen und die Erde ausgebreitet hat mit allem was sie hervorbringt, der Brot für die Menschen gibt und Geist für, die, die auf ihr wandeln: „Ich, Gott, habe dich gerufen, und ich werde deine Hand halten, ich werde dich beschützen und mit Dir einen Vertrag machen für die Menschen, als ein Licht für die Ungläubigen, die blinden Augen zu öffnen, die Gefangenen aus den Gefängnissen zu entlassen, die, die im Dunklen wohnen zu befreien. Ich bin Gott, das ist mein Name.

Wahrlich, was geschehen ist, ist geschehen, und Neues erkläre ich: Bevor es kommt, erzähle ich davon. Ich werde die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kennen, ich werde die Dunkelheit zu Licht vor ihnen machen, und krumme Dinge gerade.

Hört, ihr Tauben, und seht, ihr Blinden, das ihr erkennt!“

 

Bel beugt sich, Nebo stolpert, die Götzen landen unter dem Vieh; ihr Gewicht drückte auf den Rücken der müden Biester. Sie buckeln und beugen sich, sie können die Last nicht tragen. Bel und Nebo sind in Gefangenschaft.

 

Höre auf mich, Haus Jacob und die Übrigen von Haus Israel, die aus meinem Bauch geboren sind, die durch meinen Leib zur Welt kamen.

Auch im Alter bin ich für dich da und wenn du deine Haare verloren hast, trage ich dich zur Erlösung. Mit wem willst du mich vergleichen und mich gleich machen?

Sie holen das Gold aus ihren Taschen und wiegen das Silber auf den Waagen und bestellen Goldschmiede und machen daraus einen Gott vor dem sie niederknien und beten. Sie tragen ihn auf ihren Schultern, setzen ihn an den Ort, wo er steht, und von dem Platz kann er sich nicht weg bewegen. Und wenn einer ihn anruft, antwortet er nicht, und er kann ihn auch nicht aus seinen Problemen helfen.

 

Erinnert dies, und zeigt euch als Menschen: Erinnert euch, ihr Übertreter. Erinnert die früheren Sachen aus alten Zeiten. Denn ich bin Gott, und es gibt keinen anderen.

Ich erkläre das Ende vom Anfang an, und von den alten Zeiten aus die Dinge die noch nicht sind, und ich sage, mein Rat soll bestehen, und ich tue wie es mir gefällt.

Ich habe es gesprochen, ich werde es passieren lassen, ich habe es vorgeschlagen, ich werde es tun.

Über Götzenbilder

44

 

Höre nun, Jakob mein Diener, und Israel mein Auserwählter. So spricht Gott, der dich gemacht hat und aus dem Leib geformt hat, der dir helfen wird: Ich werde dem Wasser geben, der durstig ist, und den trockenen Boden fluten; ich werde meinen Geist auf deine Saat legen, und meinen Segen auf deine Nachkommen; und sie werden aufgehen wie das Gras, wie Weiden an den Wassertümpeln.

 

So sagt Gott: Ich bin der Erste und der Letzte. Es gibt keinen Gott neben mir. Habe ich es nicht von Anfang an erklärt, als ich die alten Völker gerufen habe? Ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott neben mir? Es gibt keinen. Ich kenne keinen.

Die, die sich Götzenbilder machen sind voll Eitelkeit. Und ihre feinen Künste geben keinen Profit. Sie sind ihre eigenen Zeugen, sie sehen nicht und wissen nicht, so werden sie beschämt.

Wer hat einen Gott geformt, oder sich einen Götzen gegossen, der zu nichts nutze ist? Seine Gefährten sollen beschämt sein.

Die Arbeiter, sie sind Menschen: Der Schmied mit seiner Zange holt es aus den Kohlen und bearbeitet es mit dem Hammer und der Stärke seines Arms; ist er hungrig, verläßt ihn seine Stärke, trinkt er kein Wasser, wird er schwach.

Der Zimmermann mißt mit seinem Stab, er hobelt und schafft die Figur eines Menschen, gleich der Schönheit des Menschen.

Einer wird sich eine Esche pflanzen und der Regen nährt sie. Dann wird er sie schlagen, er wird sie nehmen und sich daran wärmen, er macht sich Brot daran, ja, er macht einen Gott und verehrt ihn, er schnitzt sich ein Bild und fällt davor nieder.

Einen Teil tut er ins Feuer, mit einem Teil ißt er Fleisch, er röstet sich etwas und ist zufrieden, er wärmt sich selber und sagt: „Aha, Ich bin warm, ich habe das Feuer gesehen!“ Und von den Resten macht er einen geschnitzten Gott, er kniet davor und betet es an, und sagt: „Erlöse mich, du bist mein Gott!“

 

Sie wissen nicht und verstehen nicht: Sie haben ihre Augen geschlossen, daß sie nicht sehen können, und ihre Herzen, daß sie nicht verstehen können.

Sie erwägen nicht in ihrem Herzen: „Ich habe Teile davon im Feuer verbrannt, und ich habe Brot auf der Glut gebacken, ich habe Fleisch geröstet und gegessen, und aus den Resten soll ich eine Abscheulichkeit machen? Soll ich vor dem Ast eines Baumes niederknien?“

Er ißt die Asche; ein getäuschtes Herz hat ihn auf Abwege gebracht, daß seine Seele nicht erlöst wird, und nicht sagt: „Ist da nicht eine Lüge in meiner rechten Hand?“

 

Erinnert dies, Oh Jacob und Israel, denn ihr seid meine Diener. Kehrt zu mir zurück, denn ich habe euch erlöst.

Singt, ihr Himmel, ruft, ihr Tiefen der Erde, singt, ihr Berge, ihr Wälder, ihr Bäume: Denn Gott hat Jacob erlöst, Gott, der Erlöser, der dich aus dem Leib geformt hat, der alle Dinge macht, der die Himmel ausgestreckt und die Erde ausgebreitet hat.

 

Der Erste und der Letzte

48

 

Höre auf mich, Oh Jacob: Ich bin er; ich bin der Erste, ich bin auch der Letzte. Meine Hand hat die Grundpfeiler der Erde gesetzt, und meine rechte Hand spannte die Himmel aus; wenn ich sie rufe, stehen sie zusammen auf.

So sagt Gott, der Erlöser, ich bin Gott, der dich zum Profit führt, der dich auf den Weg führt, den du gehen solltest.

Oh, das du nur auf meine Befehle gehört hättest! Dann wäre dein Frieden wie ein Fluß gewesen, und deine Gerechtigkeit wie die Wellen des Meeres.

Deine Saat wäre sie Sand gewesen, und deine Nachkommen wie Kiesel; Dein Name wäre vor mir nicht zerstört worden.

Es gibt keinen Frieden unter den Bösen, sagt Gott.

 

Isaiahs Mission

49

Hört, ihr Inseln, auf mich, und horcht, ihr Leute von weit weg. Gott hat mich aus dem Leib gerufen, im Bauch meiner Mutter hat er meinen Namen genannt. Und er hat meinen Mund zu einem scharfen Schwert gemacht; im Schatten seiner Hand hielt er mich verborgen und hat einen polierten Stab aus mir gemacht; in seinem Köcher hat er mich versteckt. Und er sagte zu mir: „Du bist mein Diener, durch den ich gerühmt werde. Ich werde dich als ein Licht für die Ungläubigen scheinen lassen, daß Du meine Rettung bist bis zu den Enden der Erde.“

Könige sollen sehen und aufstehen, Fürsten sollen beten, wegen der Treue Gottes, der dich gewählt hat.

So kannst du den Gefangenen sagen: „Geht los!“ und zu denen in der Dunkelheit: „Zeigt Euch!“ Sie sollen auf dem Weg zu essen finden, und ihre Weiden werden auf den hohen Plätzen sein. Sie sollen nicht hungern oder dürsten, noch soll die Hitze der Sonne sie schlagen. Denn er, der Gnade für sie hat, wird sie leiten, er wird sie leiten zu den Quellen des Wassers.

Und ich werde aus meinen Bergen einen Weg machen, und meine Wege werden hervor kommen. Und sie werden von weit her kommen, von Norden und Westen und aus dem Lande Sinim.“

Singt, ihr Himmel, und freue Dich, Erde, und singt, ihr Berge: Denn Gott hat sein Volk getröstet, und hat Gnade für die Geplagten.

Aber Zion klagt: „Gott hat mich verlassen und vergessen.“

Kann eine Frau ihren Säugling vergessen, daß sie kein Mitgefühl hat mit dem Sohn ihres Leibes? Ich habe Euch in meinen Händen geschaffen. Erhebe Deine Augen und siehe: All diese Leute sammeln sich zusammen und kommen zu Dir.

Siehe, Ich werde meine Hand über den Ungläubigen heben, und mein Banner zeigen. Und sie werden ihre Söhne in deine Arme schicken, und deine Töchter tragen sie auf ihren Schultern. Und Könige sollen ihre Ziehväter sein, und Königinnen ihre Ziehmütter, sie werden sich vor dir verneigen mit dem Gesicht auf der Erde, und den Staub von deinen Füßen wischen, und du wirst wissen, daß ich Gott bin, denn die auf mich warten werden nicht enttäuscht.“

Isaiahs Gottvertrauen (50-51)

 

Gott hat mir die Zunge des Gelehrten gegeben, daß ich weiß, zu dem Müden ein Wort in der rechten Zeit zu sagen. Morgen für Morgen weckt er mein Ohr auf, zu hören als Lernender. Gott hat meine Ohren geöffnet, und ich war nicht rebellisch oder zog mich zurück. Ich gab meinen Rücken den Schlägen hin, und meine Wangen den Haarausreißern. Ich verbarg mein Gesicht nicht vor Schande und ließ mich bespucken. Denn Gott wird mir helfen; deswegen bin ich nicht angegriffen. Deswegen habe ich mein Gesicht wie ein Stein gemacht, und ich werde nicht beschämt. Er ist nahe, der mich rechtfertigt.

Wer wird mit mir streiten? Wir stehen zusammen!

Wer greift mich an? Laß ihn ruhig kommen! Denn Gott wird mir helfen.

Wer ist der, der mich verurteilen will? Sie werden alle alt werden wie Kleidung: Die Motten werden sie verzehren.

Wer ist unter Euch, der Ehrfurcht hat vor Gott, der der Stimme seines Dieners gehorcht, der in der Dunkelheit wandelt und kein Licht hat? Laß ihn auf Gott vertrauen.

Aber ihr, die ihr euch ein Feuer macht, das euch mit funkelnden Spänen umgibt: Geht im Licht Eures Feuers, und in dem der Späne, die ihr Euch angezündet habt. Dies sollt ihr aus meiner Hand kriegen: Ihr sollt niederliegen im Leid.

 

Hört auf mich, ihr, die ihr der Rechtschaffenheit folgt, ihr, die ihr Gott sucht!

Gott wird Zion trösten. Und er wird aus der Wildnis ein Eden machen, und die Wüste zu einem Garten Gottes, Freude und Fröhlichkeit sollen in ihm zu finden sein, Danksagungen und der Klang von Melodien.

Hört auf mich, ihr Leute, und gebt mir Euer Ohr, mein Volk! Denn ein Gesetz werde ich Euch geben, und meine Gerechtigkeit soll ein Licht für die Menschen sein.

Erhebe Deine Augen zum Himmel, und siehe auf die Erde unter Dir: Denn die Himmel werden vergehen wie Rauch, und die Erde wird alt wie eine Kleidung, und die auf ihr wohnen sollen auf ihr sterben. Aber meine Erlösung ist für immer, und mein Gericht soll nicht vergehen.

 

Hört auf mich, ihr die ihr Rechtschaffenheit kennt, ihr Menschen, in deren Herzen mein Gesetz ist: Fürchtet nicht die Anfeindungen der Leute und hört nicht auf ihre Schmähungen. Die Motten werden sie verzehren wie Kleidung, und der Wurm wird sie essen wie Wolle; aber meine Barmherzigkeit soll für immer sein, und meine Erlösung von Generation zu Generation.

 

Über Isaiah

53

 

Wer hat unserem Bericht geglaubt? Und wem zeigt sich der Arm Gottes?

Wie eine Wurzel im trockenem Boden hat er weder Form noch Freundlichkeit; und wenn wir ihn sehen, da gibt es keine Schönheit. Er ist verachtet und zurückgestoßen unter den Menschen; ein Mann des Leidens, vertraut mit Sorgen; und wir verbargen unsere Gesichter vor ihm; er war verachtet, und wir wertschätzten ihn nicht.

Er hat sich unser Leid aufgebürdet und unsere Sorgen ertragen, aber wir wähnten ihn gezeichnet, geschlagen von Gott. Aber seine Wunden trug er für unsere Sünden, Schläge bekam er für unser Unrecht, für unseren Frieden hat er sie auf sich genommen, uns hat er geheilt mit seinen Narben.

Wir sind wie Schafe verloren gegangen; jeder ging seines eigenen Weges, und Gott hat unsere Sünden auf ihn geladen.

Er litt unter Gefängnis und Strafe. Er wurde aus dem Land der Lebenden hinausgeworfen, er wurde geschlagen für die Sünden seines Volkes.

Er war nie gewalttätig, und hat nie getäuscht.

Doch es gefiel Gott, seine Saat zu sehen, seine Tage werden verlängert, und der Gefallen Gottes wird in seiner Hand aufgehen.

Er soll seine Arbeit sehen und zufrieden sein. Denn er wird ihre Sünden tragen.

Deswegen werde ich ihm einen Teil der Großen geben, und er wird die Beute teilen mit den Starken; denn er hat seine Seele bis zum Tod gegeben, und die Sünder zählten zu ihm, und er trug die Sünden von Vielen, und er hielt Fürsprache für die Sünder.

 

 

Ein Versprechen Gottes für Israel

54

 

Vergrößere Dein Zelt, dehne die Vorhänge vor Deiner Behausung aus, spare nicht, länge die Seile und stärke die Pfähle.

Denn auf der rechten und auf der linken Hand sollst du hervor kommen, und Deine Saat soll die Ungläubigen beerben, und die verwüsteten Städte wieder bewohnen.

Fürchte dich nicht: Du wirst nicht scheitern, und sei nicht erstaunt: du wirst die Schande deiner Jugend vergessen, und die Leiden Deiner Witwenschaft.

Dein Schöpfer ist Dein Ehemann; Gott ist sein Name, der Gott der ganzen Erde.

Denn Gott hat Dich gerufen als Du verlassen warst und in düsterem Leid gefangen, als eine junge und verlassene Frau. Aber ich habe dich nur einen kleinen Moment verlassen. In einem kleinen Zorn habe ich mein Gesicht von Euch für einen kleinen Moment abgewandt, aber mit ewiger Freundlichkeit will ich Euch nun Gnade zeigen.

Denn es ist wie die Wasser von Noah für mich: Ich habe geschworen, daß die Wasser von Noah nicht mehr über die Erde gehen; so habe ich auch geschworen, daß ich nicht zürne mit Euch, oder euch zurückweise. denn die Berge werden vergehen, und die Hügel wandern, aber mein Wohlwollen soll von Euch nicht weichen, genau wie mein Frieden, so sagt Gott, der Gnade für Euch hat.

Oh ihr Bedrängten, geworfen in den Sturm und nicht getröstet, wahrlich, ich werde eure Fundamente mit Saphiren schmücken, ich werde Euch Fenster aus Achat machen, Tore aus Karbunkel und die Grenzmauern aus schönem Stein.

Und Eure Kinder werden über Gott belehrt, und im großen Frieden leben.

In Aufrichtigkeit sollst du zur Größe kommen. Keine Unterdrückung, keine Furcht, wird Euch nahe kommen, denn wer sich gegen Euch stellt, wird fallen.

Ich habe den Schmied geschaffen, der die Kohlen im Feuer bläst, und ein Werkzeug zum Arbeiten schafft. Aber der Zerstörer wird fallen, und keine Waffe, die gegen Euch gerichtet ist, soll gedeihen. Und jede Zunge, die sich gegen Euch richtet, wird verdammt. Dies ist das Erbe der Diener Gottes, und ihre Aufrichtigkeit kommt von mir, sagt Gott.

 

 

Der ewige Vertrag

55-56

 

Ho, jeder der dürstet komme zum Wasser, und der ohne Geld, komme und kaufe und esse, yeah kommt, kauft Wein und Milch ohne Geld und ohne Preis.

Warum gibst Du Geld für etwas anderes als Brot aus? Und arbeitest an etwas, was nicht zufriedenstellt? Höre sorgfältig auf mich, esse das, was gut für Dich ist, und laß deinen Körper sich am Reichtum erfreuen.

 

Neige dein Ohr, und komm zu mir: Höre, und deine Seele wird leben; und ich werde einen ewigen Vertrag mit Dir machen.

Suche Gott, solange er gefunden werden kann, rufe ihn, solange er nah ist.

Laß den Bösen seinen Weg verfluchen, und den Ungerechten seine Gedanken; und laß ihn zu Gott zurückkehren , und er wird Gnade zeigen, und reichlich entschuldigen; Denn meine Gedanken sind nicht deine Gedanken, und Deine Wege sind nicht meine, sagt Gott.

Denn so wie die Himmel höher als die Erde sind, so sind meine Wege höher als Eure Wege, und meine Gedanken höher als Eure Gedanken.

Denn wie der Regen vom Himmel fällt, und der Schnee, und nicht wiederkehrt, sondern die Erde wässert, und sie blühen und aufgehen macht, daß die Saat zum Säer kommt und das Brot zum Esser, so soll das Wort sein, daß aus meinem Mund kommt, es soll nicht im Abgrund verschwinden, sondern es soll das bewirken, was mir gefällt, zu dem Zweck, zu dem ich es gesprochen habe.

Denn ihr sollt gehen mit Freude und geführt werden in Frieden; die Berge und Hügel sollen vor Euch in Singen ausbrechen und die Bäume des Feldes klatschen in die Hände. Anstatt von Dornen kommen die Feigen und anstatt der Büsche der Myrtlebaum.

 

So sagt Gott: Halte die Gesetze und sei gerecht: Denn meine Macht und Gerechtigkeit wird bald enthüllt werden.

Gesegnet ist der Mensch, der dies tut, und die Kinder der Menschen, die das begreifen. Die den Sabbath nicht beschmutzen, und deren Hände nichts Böses tun.

Laß nicht den Sohn des Fremden, der sich Gott angeschlossen hat, sagen, daß Gott ihn von seinen Leuten getrennt hätte; noch soll der Eunuch sagen, er sei ein trockener Baum. Denn so sagt Gott zu den Eunuchen, die den Sabbath halten, und die Dinge wählen, die ihm gefallen, und den Vertrag halten: Ihnen werde ich in meinem Haus in meinen Mauern einen ewigen Namen geben, besser als den irgendwelcher Söhne und Töchter, der niemals vergessen wird.

Und auch das Kind des Fremden, das sich Gott anschließt um ihm zu dienen und ihn zu lieben, jeden, der den Sabbath heiligt und den Vertrag hält, will ich zu meinem heiligen Berg bringen und sie froh machen in meinem Haus des Gebets: ihre Opfer und Gaben werde ich auf meinem Altar akzeptieren, denn mein Haus soll ein Haus des Gebets für alle Menschen sein.

 

 

Gott heilt die Sünder

57

 

bc 698

Der Rechtschaffene verschwindet und niemand nimmt es sich zu Herzen. Gütige Menschen sind gegangen, und niemand denkt, sie sind geflohen vor dem Übel das kommt.

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Auf einen hohen und windigen Berg hast Du Dein Bett gesetzt! Du hast dort oben geopfert und hinter deinen Türen und dich einem Anderen angeschlossen, als mich; du hast dein Bett vergrößert und einen Vertrag mit Ihnen gemacht, und Du liebtest ihr Bett, als Du es sahst! Und Du gingst zu dem König mit Ölen und Parfum, und schicktest Boten weit los, und empfahlst dich so noch der Hölle.

Du bist ermüdet auf deinem großen Weg, aber du sagst nicht, es gibt keine Hoffnung, du hast das Leben deiner Hand gefunden, deswegen sei nicht traurig. Doch vor wem hast du dich gefürchtet, das du gelogen hast, und mich verleugnet, und es dir nicht zu Herzen genommen hast? Habe ich nicht immer meinen Frieden gehalten, und du fürchtetest mich nicht? Ich werde deine Rechtschaffenheit und deine Arbeit wägen, doch sie werden dir nicht viel nutzen. Wenn du weinst, laß deine Begleitung dich erlösen; aber der Wind wird sie alle forttragen, die Eitelkeit nimmt sie mit; nur der, der in mich vertraut, kann das Land besitzen, und meinen heiligen Berg beerben.

Und sagen: Kommt hoch, kommt hoch, bereitet den Weg, nehmt die Stolpersteine aus dem Weg meiner Leute. Denn so sagt der Hohe und Erhabene Eigner der Ewigkeit, dessen Name Heilig ist: Ich wohne an dem hohen und heiligem Platz, mit dem, der eines demütigen und treuen Wesens ist, und um die Herzen der Gebrochenen zu heilen. Ich werde nicht ewig zustimmen und nicht ewig zornig sein: Denn die Seelen derer, die ich gemacht habe, dauern mich.

Ich habe ihre Wege gesehen, und werde sie heilen; ich werde sie führen und ihnen ihre Auskommen geben. Ich erschaffe die Frucht der Lippen. Friede, Friede dem der weit weg ist, und den der nahe ist, den werde ich heilen, so sagt Gott. Nur die Bösen sind wie die aufgewühlte See, die nicht zur Ruhe kommt und Schlick und Dreck hochspült. Für sie ist kein Frieden, so sagt Gott.

Über das rechte Fasten

58

 

„Erhebe Deine Stimme wie eine Trompete und zeige meinem Volk seine Untaten, und dem Hause Jakob seine Sünden! Zwar sucht ihr mich täglich auf, und freut euch daran, meine Wege zu kennen, als ein Volk, das rechtschaffen ist und nicht die Ordnungen seines Gottes aufgibt, aber sehet!

„Warum haben wir gefastet,“ sagt ihr, „und du siehst es nicht? Warum haben wir uns gepeinigt, und du nimmst es nicht wahr?“

 

Aber am Fastentag findet ihr Gefallen, ihr fastet, um darüber zu streiten und zu debattieren, und schlagt zu mit der Faust des Übeltäters. So sollt ihr nicht fasten, wenn Eure Stimme oben gehört werden soll.

Ist das das Fasten, daß ich gesucht habe? Einen Tag für einen Menschen, seinen Leib zu quälen? Geht es darum, seinen Kopf zu beugen wie eine Binse, und Sackleinen und Asche auszubreiten? Wirst du dies ein Fasten nennen, einen akzeptablen Tag für Gott?

Dies ist der Tag des Fastens, den ich gewählt habe: Zu lösen die Bande des Üblen; zu lösen die schweren Lasten, den Unterdrückten freizusetzen, und daß ihr jedes Joch bricht.

Es geht darum, den Hungernden Brot zu geben, und die Verstoßenen und Armen zu Deinem Haus zu bringen. Wenn du jemanden nackt siehst, bringst Du ihm Kleidung, und daß du dich nicht vor Deinem eigenen Fleisch versteckst.

 

Dann wird Dein Licht hervorbrechen wie der Morgen, und Du wirst schnell gesunden, und Deine Aufrichtigkeit wird vor Dir gehen; die Ehre Gottes sei Deine Belohnung.

Dann wird Gott antworten, wenn Du rufst, und wenn Du weinst, wird er sagen: „Hier bin ich.“ Wenn Du aus Eurer Mitte das Joch entfernst, den erhobenen Finger und eitles Sprechen. Und wenn Deine Seele mit den Hungernden ist, und du den Geplagten tröstest und hilfst, dann wird dein Licht im Dunkeln erwachen, und Deine Dunkelheit wird wie der helle Mittag sein.

Und Gott wird Dich immer leiten, Dir zu trinken geben, und Deine Knochen fett machen. Du wirst ein gewässerter Garten sein und eine Quelle, deren Wasser nicht versiegt.

Wenn Du Deinen Fuß vom Sabbath zurückziehst, nicht Dein Vergnügen suchst an meinem heiligen Tag, und den Sabbath eine Freude nennst, den Heiligen Gottes, und ihn ehrst, nicht um Deine eigenen Wege zu gehen, nicht Deine eigene Freude zu finden, nicht Deine eigenen Worte zu sprechen:

Dann wirst Du Deine Freude in Gott finden, und ich werde Dich über die hohen Plätze der Erde senden, und Dich füttern mit dem Erbe Jacobs, Deines Vaters. Denn Der Mund Gottes hat es gesprochen.

 

 

 

Klage

59

 

Keiner ruft nach Gerechtigkeit, keiner plädiert für die Wahrheit: Sie vertrauen auf Eitelkeit, und sprechen Lügen: Sie empfangen Unruhe und gebären die Missetat.

Sie brüten Dracheneier aus und spinnen Spinnennetze: Wer von den Eiern ißt, stirbt, und wer sich fangen läßt ist verloren.

Aber aus ihren Netzen wird keine Kleidung, und sie können sich mit ihrer Arbeit nicht umhüllen. Ihre Werke sind Werke des Unrechts, der Gewalt.

Ihre Füße laufen zum Bösen, und sie vergießen unschuldiges Blut. Ihre Gedanken gelten der Missetat, Verwüstung und Zerstörung ist auf ihren Wegen. Denn sie kennen nicht den Weg des Friedens, und sie üben keine Gerechtigkeit; sie haben sich verworrene Wege gemacht, und wer auf ihnen wandelt, wird keinen Frieden kennen.

 

Wir warten auf das Licht, aber wandeln in Dunkelheit. Wir tasten nach der Mauer wie der Blinde ohne Augen, wir stolpern am Mittag wie in der Nacht: Wir sind in verwüsteten Plätzen wie Tote.

Wir brüllen wie Bären, und klagen wie Tauben; Wir suchen nach Gerechtigkeit, aber es gibt keine. Die Erlösung ist weit von uns.

Denn unsere Untaten sind vor dir vervielfältigt. Wir übertreten die Gesetzte und lügen gegen Gott und verlassen ihn, wir unterdrücken und revoltieren, wir lassen uns von den Wörtern der Falschheit beeindrucken. So weicht das Gesetz zurück, und die Gerechtigkeit ist weit: Die Wahrheit ist in den Straßen gefallen, und das Recht kommt nicht herein.

Die Wahrheit versagt; Und wer sich vom Bösen abwendet, macht aus sich ein Opfer. Das sah Gott, und es mißfiel ihm.

 

 

Jerusalems glorreiche Zukunft

60

 

Erwache, Leuchte! Dein Licht ist gekommen und die Glorie Gottes ist auf dich gefallen. Die Dunkelheit wird die Erde bedecken, aber Gott wird durch dich auferstehen, und seine Glorie soll auf Dir gesehen werden, und die Ungläubigen sollen zum Licht kommen und die Könige zum Schein deines Aufgehens.

 

Erhebe Deine Augen und siehe dich um: Sie alle sammeln sich, sie kommen zu Dir: Deine Söhne kommen aus der Ferne, und Deine Töchter stehen an Deiner Seite.

Viele Kamele werden dich füllen, die Dromedare von Midian und Ephah; von Sheba werden sie kommen mit Gold und Gewürzen, und sie zeigen sich mit Gebeten zu Gott. Die Herden von Kedar werden vor dir versammelt, die Widder von Nebaioth sollen dir dienen und sie werden vor meinen Altar treten.

Die Schiffe von Tarshish werden Deine Söhne von weit her bringen, mit ihrem Silber und Gold, zu dem Namen Gottes, weil seine Glorie auf dir scheint.

 

Die Söhne von Fremden werden deine Mauern bauen, und ihre Könige sollen dir dienen, denn in meinem Zorn schlug ich dich, aber in meiner Gunst habe ich Gnade für Dich. Deswegen sollen Deine Türen immer offenstehen; sie sollen weder Tag noch Nacht geschlossen werden, daß die Könige und die Armeen der Ungläubigen zu dir kommen können.

Die Söhne derer, die dich bedrängten werden sich vor dir beugen, und alle, die dich verachteten, sollen sich vor den Sohlen deiner Füße verneigen. Und sie werden dich nennen: die Stadt Gottes, Zion.

 

Ich werde aus dir eine ewige Exzellenz machen, eine Freude für viele Generationen.

Du sollst die Milch der Ungläubigen trinken, und sollst an der Brust der Könige nuckeln, und du sollst wissen, daß ich, Gott, dein Retter und Erlöser bin.

 

Für Messing werde ich Gold bringen, und für Eisen Silber, für Holz Messing und für Steine Eisen. Ich werde Deinen Offizieren Frieden geben und deinen Richtern Recht.

Von Gewalt wird in Deinem Land nicht mehr zu hören sein, von keinen Wüstungen und Zerstörungen in deinen Grenzen.

 

Die Sonne wird nicht mehr untergehen, und der Mond wird sich nicht zurückziehen, denn Gott wird Euer ewiges Licht sein, und die Tage des Jammers haben ein Ende.

Dein Volk soll gerecht sein, sie sollen das Land besitzen für immer, der Zweig meiner Pflanzung, die Arbeit meiner Hände, das ich geehrt werde. Aus einem Kleinen werden Tausende, aus einem kleinen Volk eine starke Nation: Ich, Gott, werde schnell dafür sorgen.

 

 

Gebet

63-64

 

Ich erzähle von der Liebenswürdigkeit Gottes, von dem, was Gott für uns getan hat, und seine große Güte gegen das Haus Israel, die er uns geschenkt hat aus seiner Gnade.

Denn er sagte, sicher sind es meine Kinder, Kinder die nicht lügen: Also war er ihr Retter.

In all ihrem Elend war er selber elend, und der Engel seiner Präsenz rettete sie.

In seiner Liebe und seinem Mitgefühl erlöste er sie, er gebar sie und trug sie durch die Tage der Ahnen.

Aber sie rebellierten und verspotteten den heiligen Geist, deswegen wurde er ihr Feind und kämpfte gegen sie

 

Dann erinnerte er sich an die alten Tage, an Moses und seine Leute und sagte: Wo ist der, der sie über das Meer brachte, als Schäfer seiner Herde? Wo ist der, der ihnen den heiligen Geist brachte? Der mit der rechten Hand Moses die Wasser vor ihnen teilte? Der sie durch die Tiefe führte, wie ein Pferd in der Wildnis, daß sie nicht stolpern?

Zweifellos bist du unser Vater. Du, Gott, bist unser Vater, unser Erlöser, Dein Name ist ewig.

Oh Gott, warum hast du uns dazu gebracht, von deinem Weg ab zu irren, und unsere Herzen gehärtet vor deiner Furcht?

Kehre zurück, um deiner Diener willen, die Stämme Deines Erbes. Die Menschen haben Deine Heiligkeit nur eine kleine Weile besessen und unsere Ratgeber haben dein Heiligtum nieder getrampelt. Aber wir sind Dein.

 

Oh, daß Du die Himmel zerreißt, daß Du herunterkommst, und die Berge vor Dir herunterfließen.

 

Wahrlich, du bist zornig, weil wir sündigten. Aber wir sind alle wie ein unsauberes Ding, und unsere Aufrichtigkeit sind schmutzige Lumpen, und wir vergehen wie ein Blatt im Wind, und unsere Untaten nehmen uns mit sich fort.

Und es gibt keinen der deinen Namen ruft, der sich selbst aufrafft, dich zu erfassen: Denn du hast Dein Gesicht vor uns verborgen, und hast uns wegen unserer Untaten vernichtet.

Aber nun, Gott, bist du unser Vater; wir sind der Lehm, und du der Töpfer, und wir sind alle das Werk deiner Hand.

Sei nicht so sehr sauer, Gott, und erinnere unsere Untaten nicht für immer, wir flehen dich an, wir sind alle dein Volk!

Deine heiligen Stätten sind eine Wildnis, Zion ist eine Wildnis, Jerusalem zerstört.

Unser heiliges und wunderschönes Haus, wo unsere Väter dich gepriesen haben, ist von den Flammen verzehrt, und unsere Schönheit ist zerstört.

Wirst du dich vor diesen Dingen zurückziehen, Gott? Willst du deinen Frieden halten und uns ins saure Elend stürzen?

 

 

 

Eine neue Erde

65

 

Ich habe meine Hand ausgebreitet über ein rebellisches Volk, das auf schlechten Wegen ging, nach seinem eigenen Gutdünken, ein Volk, das in Gärten opferte und auf Steinaltären Gerüche verbrannte, die Schweinefleisch essen, und in ihren Töpfen Abscheulichkeiten brauen. Dies ist ein Rauch in meiner Nase, ein Feuer das den ganzen Tag brennt.

Wahrlich: Ich werde nicht still bleiben, sondern es ihnen heimzahlen!

Aber, um meiner Diener willen. werde ich euch nicht vollständig zerstören.

Ich werde eine Saat aus Jacob hervorbringen, und aus Judah einen Erben meines Berges. Meine Auserwählten sollen es besitzen, und meine Diener sollen da wohnen.

Sharon wird ein Feld für Herden sein, und das Tal von Achor ein Ruheplatz für die Menschen, die mich gesucht haben.

 

Aber ihr habt Gott verlassen, und meinen heiligen Berg vergessen.

Deswegen will ich Euch dem Schwert geben, und ihr sollt alle vor dem Schlachter niederknien. Denn als ich rief, antwortetet ihr nicht, und als ich sprach, hörtet ihr nicht, sondern ihr tatet Böses vor meinen Augen, und wähltet das, was mir nicht gefällt.

Deswegen sagt Gott, meine Diener sollen essen, aber ihr sollt hungrig sein. Mein Diener sollen trinken, aber ihr sollt durstig sein; meinen Dienern ist die Freude, Euch aber die Schande.

Wahrlich, meine Diener sollen aus der Freude ihrer Herzen singen, aber ihr sollt das Leid beklagen, und in Eurer Verwirrung heulen.

 

Denn, siehe, ich werde neue Himmel und eine neue Erde erschaffen, und die frühere soll nicht erinnert werden.

Ihr aber sollt für immer froh sein, in dem, was ich erschaffe, denn ich werde aus Jerusalem eine Freude für ihre Einwohner machen, und Weinen und Klagen wird in ihr nicht mehr zu hören sein.

Es wird keine kleinen Kinder geben, die nur wenige Tage leben, oder einen alten Mann, der seine Tage nicht gefüllt hat, denn das Kind soll hundert Jahre alt werden, aber der Sünder, der hundert Jahre ist, wird verflucht.

Sie sollen nicht bauen, daß ein Anderer darin wohnt, sie sollen nichts pflanzen, das ein anderer ißt. Denn wie die Tage eines Baumes sind die Tage meines Volkes, und meine Auserwählten sollen lange die Arbeit ihrer Hände genießen.

 

Und es wird passieren, daß ich antworte, bevor sie rufen, und während sie noch nicht sprechen, werde ich sie schon hören.

Der Wolf und das Lamm werden zusammen weiden, und der Löwe wird Stroh essen wie der Bulle; und die Schlange wird Staub essen. Sie sollen nicht meinen heiligen Berg verletzen oder zerstören, so sagt Gott.

 

Anhänge:

 

1

Welchen Nutzen haben die Opferungen für mich? sagt Gott. Ich bin voll von den Feueropfern Eurer Schafe und Ziegen, dem Fett der geschlachteten Tiere! Aber ich habe keine Freude am Blut der Bullen und Lämmer. Wenn Ihr zu mir kommt, wer verlangt dann von Euch, Eure Hände voll zu haben?

Bringt nicht mehr diese vergeblichen Geschenke: Ihr Geruch widert mich an, und Eure Neumond und Sabbathfeste, ich mag sie nicht leiden.

Und wenn Ihr im Gebet Eure Hände auswerft, werde ich meine Augen verschließen, Eure vielen Gebete werde ich nicht hören, Denn Eure Hände sind voll von Blut.

Wascht Euch, macht Euch sauber, und hört auf, Böses vor meinen Augen zu tun.

Lernt, rechtschaffen zu sein; sucht Gerechtigkeit, helft den Unterdrückten, den Vaterlosen, den Witwen!

 

-

 

Kehrt nun um und laßt uns wieder zusammen arbeiten: Obwohl Eure Sünden wie scharlach rot sind, sollen sie weiß wie Schnee sein. Wenn Ihr gutwillig und gehorsam seid, sollt Ihr das Gute vom Land essen.

Aber wenn Ihr Euch weigert und rebelliert, sollt Ihr mit dem Schwert vernichtet werden. Denn so hat Gott gesprochen.

 

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Sage zu den Rechtschaffenen, das es mit ihnen gut sein wird, und sie die Früchte ihrer Taten zu essen kriegen werden, so wie die Schlechten ihre Missetat ernten.

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- Was soll der eine antworten, der Botschafter der Nationen? Das Gott Zion gegründet hat, und die Armen sollen darauf vertrauen. 18

 

-Pflügt der Bauer etwa den ganzen Tag und dreht die Klumpen der Erde um? Wenn er gegraben hat, wird er die Steine beiseite sammeln, und den Weizen am besten Platz säen, und den Hopfen und den Roggen an den zugewiesenen Plätzen. Denn sein Gott

lehrt ihn Klugheit. 28